Zehn Monate und 1.000 Erfahrungen. Melanie Dubenka ist 34 Stunden pro Woche für das Rote Kreuz im Einsatz. Sie hat damit ihre Berufung gefunden.

Von Manuel Mattes. Erstellt am 05. April 2018 (05:03)
Mattes
Melanie Dubenka und Rotkreuz-Leiter Thomas Hasenberger in der Gänserndorfer Bezirksstelle.

Wenn Melanie Dubenka (18) über ihr freiwilliges Sozialjahr (FSJ) in der Rotkreuz-Bezirksstelle spricht, wird sofort klar: Diese junge Frau hat ihre Berufung gefunden. Schon vor der Matura am Deutsch-Wagramer Bundesoberstufenrealgymnasium reifte in Dubenka der Wunsch, zehn Monate ihres Lebens in den Dienst der guten Sache zu stellen.

Welche Tätigkeiten übernimmt die Silberwalderin eigentlich im Bereich Gesundheits- und Sozialdienst? „Im Wesentlichen ist mein Alltag in drei Bereiche gegliedert: Einen Teil der Zeit stehe ich im Strasshofer Henry-Laden. Außerdem arbeite ich im Gänserndorfer Rotkreuz-Lernhaus in der Volksschule mit Kindern aus sozial schwachen Familien. Weiters bin ich im Bereich Pflegemittelverleih und der Rufhilfe tätig“, so Dubenka im NÖN-Gespräch.

„Sieben Monate wie im Flug vergangen“

Insgesamt 34 Wochenstunden ist sie wöchentlich im Einsatz, sieben von zehn Monaten hat sie bereits abgeleistet. „Eine Zeit, die wie im Flug vergangen ist.“ Wie soll es für die junge Frau dann beruflich weitergehen? „Derzeit laufen zwei Aufnahmeverfahren an Fachhochschulen – das besondere Interesse Dubenkas gilt auch hier den Lehrgängen für soziale Berufe.

Das Ableisten eines freiwilligen Sozialjahrs bringt – neben spannenden Erfahrungen – auch weitere Vorteile mit sich: „Wir bieten im Rahmen der Tätigkeit auch eine Ausbildung im Ausmaß von 150 Stunden und natürlich gibt es auch eine Aufwandsentschädigung von 240 Euro“, so Bezirksstellenleiter Thomas Hasenberger. Für junge Männer interessant: Das FSJ kann man sich als Zivildienstzeit anrechnen lassen.

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