Angst nach Tod von Katze: "Morli" erschossen. Der geliebte Familienkater „Morli“ wurde laut seiner Halterin von vorne, gezielt und eiskalt im Ortsgebiet erschossen. Jetzt warnt sie andere Besitzer von Samtpfoten im Ort.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 30. Juli 2021 (04:38)
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Die Besitzerin trauert um Kater „Morli“, der von einem Unbekannten erschossen wurde.
privat

Der zutrauliche, verschmuste und folgsame Kater „Morli“ war ein treues Familienmitglied, zuverlässig und ein Freigänger. Doch dann kam er nicht wie gewohnt von seinem Freigang nach Hause und seine Besitzer machten sich große Sorgen. Sein Frauchen befragte Bewohner in der Ortschaft, ob ihn jemand gesehen habe, aber die einzige Auskunft, die sie immer wieder bekam, war, dass leider öfter Katzen spurlos verschwinden und es auch sein könne, das „Morli“ von einem Jäger erwischt worden sei.

Die gesamte Umgebung wurde mehrfach von den Familienmitgliedern akribisch nach dem Stubentiger abgesucht und da er aufs Wort gehorchte, riefen sie ihn immer wieder, in der Hoffnung, dass er „zurückmiaut“ und sie ihn finden. Auch Zettel wurden im Ort aufgehängt. Doch die Suche blieb erfolglos, bis das Schicksal der geliebten Samtpfote traurige Gewissheit wurde: „Morli“ wurde nur einige Meter von seinem Zuhause entfernt tot aufgefunden. Die Obduktion und die Röntgenbilder zeigten ein Projektil eines Schnellschuss-Gewehres, das von vorne in die rechte Schulter eindrang und diese zerschmetterte. Dabei zersplitterte die Vorderpfote und das Projektil steckte dann im Bauchraum.

"Das ist Tierquälerei und kein Jagdvergnügen"

„Die traurige Wahrheit: ,Morli‘ wurde von vorne, gezielt und eiskalt im Ortsgebiet erschossen. Warum?“, fragt die ehemalige Halterin verzweifelt: „Musste er sterben, nur weil er vielleicht auf einem schönen Rasen einen Haufen gemacht hat? Musste er etwa sterben, weil er zu neugierig und interessiert an den unzählig vielen, nicht kastrierten oder sterilisierten Katzen-Freigängern im Ort war?“

Die Frau hat Angst und mahnt auch alle anderen Katzenbesitzer zur Vorsicht: „In Fuchsenbigl treibt anscheinend ein Katzenhasser sein Unwesen. Er dürfte nicht nur ein psychisches Problem haben, er ist skrupellos, gehört schnellstmöglich gestoppt und entwaffnet, um weitere Opfer zu vermeiden. Das ist Tierquälerei und kein Jagdvergnügen. Dafür drohen bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe.“