160 Einsätze für die Feuerwehr im Vorjahr

Wegen der Corona-bedingten Lockdowns war die Zahl der schweren Verkehrsunfälle im Bezirk Gänserndorf niedriger als gewöhnlich.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 04:26
Lesezeit: 1 Min
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Gänserndorfs FF-Chef Andreas Dengler zieht im NÖN-Gespräch Bilanz über das abgelaufene Jahr.
Foto: privat

Die Freiwillige Feuerwehr der Bezirkshauptstadt zieht Bilanz: An die 160 Einsätze mussten die ehrenamtlichen Helfer im abgelaufenen Jahr bewältigen – darunter Brandeinsätze, technische Einsätze und Schadstoffeinsätze.

„Auffällig war, dass wir – genauso wie schon im Jahr 2020 – weniger oft zu schweren Verkehrsunfällen alarmiert wurden“, erklärt der im Vorjahr neu gewählte FF-Kommandant Andreas Dengler im NÖN-Gespräch. Die Begründung liegt auf der Hand: Aufgrund der Corona-bedingten Lockdowns und verstärkten Homeoffice-Phasen stiegen die Menschen nicht so oft ins Auto und verunglückten deshalb auch weniger häufig auf der Straße.

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Der größte Brandeinsatz 2021 auf Gänserndorfer Boden war zweifelsfrei jener bei der Firma „Möbel Karner“ in der Hauptstraße: Am 10. Juli begann es im ersten Stock des Einrichtungshauses zu brennen. Die Besitzer waren gerade im Urlaub. Mit Unterstützung der Feuerwehren aus Strasshof und Schönkirchen-Reyersdorf konnten die Gänserndorfer Einsatzkräfte das Feuer löschen. Der Schaden war dennoch enorm.

Was war der tragischste technische Einsatz? Dengler: „Der tödliche Verkehrsunfall auf der B8, Höhe Mülldeponie.“ Am 2. Juli krachte dort ein Lieferwagen frontal gegen einen Baum. Nachdem er diesen entwurzelt hatte, überschlug sich der Pkw und kam schließlich auf dem Dach zu liegen. Der Lenker verstarb noch an der Unfallstelle.

Interaktion mit der Bevölkerung fehlt durch Corona

Aufgrund der Pandemie konnte das FF-Fest – eine wichtige Einnahmequelle der Feuerwehr – im abgelaufenen Jahr nicht stattfinden. „Wir bekamen zum Glück eine finanzielle Entschädigung“, betont der FF-Chef: „Schlimmer als der Einnahmenentgang wiegt aber die fehlende Interaktion mit der Bevölkerung.“ Ein FF-Fest bietet schließlich die Möglichkeit, Nachwuchs zu rekrutieren. Was ist neu bei der Gänserndorfer Wehr? „Dass wir jetzt bei unserer Jugend auch Mädchen aufnehmen“, so Dengler.