Ackerl wird Jugendbetreuer. Der bisherige Leiter der Jobwerkstatt, Peter Ackerl, wird mit 1. November bei der Gemeinde als Jugend- und Sozialcoach angestellt. Er war Wunschkandidat des Bürgermeisters.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 11. Oktober 2018 (04:52)
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VP-Bürgermeister René Lobner (r.) mit dem künftigen Jugend- und Sozialcoach Peter Ackerl.
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Wie die NÖN berichtete, will VP-Bürgermeister René Lobner das Thema „Jugend- und Sozialarbeit“ komplett auf neue Beine stellen. Für den Stadtchef stand fest, dass die Gemeinde einen eigenen fix angestellten Jugend- und Sozialarbeiter benötigt: „Dies soll kein Politiker, sondern ein parteiunabhängiger Fachmann sein.“ In der Person von Peter Ackerl (54) wurde dieser nun gefunden.

Der Matzner, ein gelernter Sozialpädagoge, ist in der Region kein Unbekannter: Er leitet die „Jobwerkstatt Gänserndorf“, die mit Ende Oktober eingestellt wird. Dabei handelte es sich um ein Projekt, das das WIFI durchführte und das AMS sowie die Stadtgemeinde Gänserndorf finanzierten. Dort wurden Problem-Jugendliche bei ihrem Schulabschluss bzw. bei der Jobsuche unterstützt.

"Er soll Ansprechpartner für alle sein!

Was ist die Aufgabe des künftigen Jugend- und Sozialbetreuers? Lobner: „Er soll ein Bindeglied zwischen der Jugend auf der einen Seite sowie der Gemeinde und weiteren Institutionen auf der anderen Seite darstellen. Kurz gesagt – er soll Ansprechpartner für alle sein.“ Dafür müsse man ihn auch mit „einem gewissen Pouvoir“ ausstatten, so der Bürgermeister.

Wobei Lobner gemeindeübergreifend denkt: „Deutsch-Wagram, Strasshof und Gänserndorf könnten gemeinsam eine regionale Jugendbetreuung aufbauen.“ Finanzielle Mittel dafür könnte man über das Leader-Programm lukrieren: „Das Land NÖ wiederum bietet jeder Gemeinde ein 80 Stunden umfassendes Jugend-Coaching an. Auch das sollten wir in Anspruch nehmen.“

Hat die Stadt schon ein neues Quartier für das Jugendzentrum gefunden (aufgrund des desolaten Zustands musste das alte in der ehemaligen Synagoge bekanntlich geschlossen werden)? Lobner hält sich noch bedeckt: „Es gibt Überlegungen, wo wir die Jugendlichen vorübergehend unterbringen werden.“

In etwa drei Jahren soll es schließlich ein neu errichtetes Jugendzentrum geben, und zwar im Bereich der Leo-Porsch-Gasse/Lagerhausstraße. Ackerl freut sich schon auf seine künftige Arbeit: „Das Ziel ist, die Jugendlichen von der Straße zu holen und ihnen eine sinnvolle Aufgabe zu geben.“ So könne man Vandalismus und anderen Problemen entgegenwirken.