Aufschwung: Gastro-Szene wächst weiter. Restaurant „U-Boot“ könnte ins ehemalige „K.U.L.T.“ übersiedeln, neben Griechen entsteht neuer Heuriger und „Ocean Café“ will auf Bahnstraße ein Lokal eröffnen.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 30. November 2017 (04:26)
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Aus dem Heurigen „Mittendrin“, dessen Besitzerin in Pension ging, wird nun der Heurige „MaRo“.
Schindler

Unglaublich, aber wahr: Die Bezirkshauptstadt erlebt gastronomietechnisch einen weiteren Aufschwung. So entsteht in der Strassergasse zwischen dem Café-Pub „No Limit“ und dem griechischen Restaurant „Mythos“ ein neuer Heuriger, geführt von einem Pärchen aus Gerasdorf, wie VP-Bürgermeister René Lobner weiß. Auch auf der Bahnstraße, im Bereich des einstigen In-Lokals „Bohrturm“, ist ein weiteres Kaffeehaus geplant: Das „Ocean Café“ mit Sitz in Strasshof will sich hier mit einer Filiale niederlassen.

Und was passiert mit dem Restaurant „U-Boot“, das sich im stillgelegten Hallenbad befindet? Nachdem das Bad im kommenden Frühjahr teilabgerissen und neu gebaut werden soll, muss sich Gastwirt Gerhard Fürhacker eine neue Bleibe suchen. Sein Vertrag im Hallenbad endet am 31. Dezember.

Gerüchten zufolge könnte er ins ehemalige Szene-Lokal „K.U.L.T.“ auf der Hauptstraße übersiedeln. Bestätigen will das Fürhacker aber nicht: „Nix ist fix, alles ist möglich.“ Das „K.U.L.T.“ sei eine von vielen Optionen: „Es gibt auch andere leer stehende Lokale in Gänserndorf, es gibt auch andere Gemeinden und es könnte auch sein, dass ich mich ganz aus der Gastronomie zurückziehe.“

"So ist eben die Wirtschaft"

Dazu kommt noch das Gebäude neben dem einstigen „Bohrturm“, das Fürhacker kürzlich kaufte. Dieses aber auf die Schnelle zu einem Restaurant umzubauen, dürfte finanziell gesehen ein schweres Unterfangen sein.

Bleibt dann eigentlich nur noch das ehemalige Landgasthaus „Hansy“ auf der Hauptstraße, bei dem die Rollläden schon seit geraumer Zeit herunten sind. Das wird sich auch in Zukunft vermutlich nicht ändern – zu hoch seien die Preisvorstellungen der jetzigen Besitzerin, wie es in der Szene heißt.

Stadtchef Lobner zeigt sich mit der Entwicklung auf jeden Fall zufrieden: „Nicht nur in der Gastronomie hat sich in Gänserndorf einiges getan, auch ganz andere Branchen haben bei uns Betriebe eröffnet bzw. sind gerade dabei.“ Woran liegt das? „Klar ist das nicht allein unser Erfolg, aber wir sind in den letzten Jahren einen unternehmerfreundlichen Kurs gefahren und haben ein Leerflächen-Management betrieben.“

Es werde sicherlich auch wieder einmal Rückschläge geben, ist Lobner überzeugt: „Dann werden manche Geschäfte schließen. Aber so ist eben die Wirtschaft. Überall gibt es ein Auf und Ab.“