Betriebsbesuch: Landeschefin hinter Stahltür. Mikl-Leitner war bei Domoferm zu Gast: „An tollen Unternehmen im Bezirk mangelt es eigentlich nicht, sondern an Facharbeitern – da müssen und werden wir ansetzen.“

Von Thomas Schindler. Erstellt am 05. Dezember 2017 (08:50)
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Produktionsleiter Franz Schwarzinger, Geschäftsführer Walter Karger, Personalleiterin Adelheid Adelwöhrer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeister René Lobner (von links).
NOEN, Schindler

Am Montag stattete VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner der Bezirkshauptstadt einen Besuch ab. Ziel war der Stahltüren-Betrieb Domoferm, den sich die Landeschefin gemeinsam mit VP-Bürgermeister René Lobner genauer ansehen wollte. Über das Firmenareal geführt wurden die beiden von Domoferm-Geschäftsführer Walter Karger.

Mikl-Leitner zeigte sich beeindruckt: „Das ist ein Leitbetrieb in der Region, der weltweit agiert. Er ist auch einer der wichtigsten Arbeitgeber im Marchfeld und seine Auftragsbücher sind voll.“ Die VP-Politikerin weiter: „An tollen Unternehmen im Bezirk mangelt es nicht, sondern an gut ausgebildeten Facharbeitern – da müssen und werden wir ansetzen.“

Die Landeshauptfrau denkt dabei an verstärkte Kooperationen zwischen Schulen, Firmen und dem Land: „Somit könnten vor Ort Jugendliche ausgebildet werden, die dann auch gleich in der Region einen entsprechenden Arbeitsplatz finden.“ Handlungsbedarf sieht Mikl-Leitner auch beim Thema Verkehr: „Das Marchfeld braucht die S8 und die S1. Nur wenn es hochrangige Straßen gibt, siedeln sich auch weitere Betriebe an.“

Lobner ging noch einen Schritt weiter und bezeichnete die geplante Marchfeld-Schnellstraße S8 als „Lebensader für die Region“. Der Stadtchef hofft, dass zu Beginn des kommenden Jahres feststeht, dass die Schnellstraße gebaut wird. Auch Lobner sieht die Domoferm neben der OMV als wichtigen Leitbetrieb in der Region und erinnert daran, dass in letzter Zeit 13 neue Firmen in Gänserndorf eröffneten.

Domoferm-Geschäftsführer Karger betonte ebenfalls, wie wichtig eine Verbesserung der Infrastruktur für sein Unternehmen wäre: „Wir sind nicht nur auf effiziente Straßen angewiesen, sondern auch auf gute öffentliche Verkehrsmittel für unsere 300 Mitarbeiter.“

Detail am Rande: Wie die NÖN im Oktober berichtete, will die amerikanische Jeld-Wen-Gruppe die Domoferm kaufen. Bis jetzt ist aber noch keine Entscheidung gefallen, weil die Transaktion noch kartellrechtlich abgeklärt werden muss, weiß Karger.