"Seit 1995 leere Versprechen im öffentlichen Verkehr". Grünen-Landtagsabgeordnete Enzinger hält nichts von einer Ausweitung der U-Bahn in den Bezirk: „Da gibt’s Lösungen, die sofort umgesetzt werden könnten ...“

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 15. Oktober 2017 (04:06)
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Ob die U-Bahn irgendwann auch den Bezirk Gänserndorf anfährt? Das Land NÖ prüft derzeit jedenfalls alle Möglichkeiten.Linien/Zinner
Wiener Linien/Zinner

Vergangene Woche berichtete die NÖN über die Pläne, die U-Bahn ins Wiener Umland auszuweiten. VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hatte entsprechende Überlegungen geäußert, die nun vom Land geprüft werden.

Die Aderklaaer Grünen-Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger stellt nun fest: „Schon 1995 wurde die Verlängerung der U-Bahn ins niederösterreichische Umland in Aussicht gestellt. Den Weinviertlern verspricht man seit 15 Jahren Entlastung durch die S8.“

Grünen-Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger aus Aderklaa ortet hinter der U-Bahn-Ausweitung leere Versprechungen.
Grünen

Enzinger, die für ein 365-Euro-Öffi-Ticket plädiert, rechnet vor: „Ein Kilometer U-Bahn kostet ca. 50 Mio. Euro, ein Kilometer Tunnel rund 100 Mio. Euro, die Marchfeld-Schnellstraße 600 Mio. Euro, der Lobautunnel 1,8 Mrd. Euro.“ Das 365-Euro-Öffi-Ticket hingegen koste das Land NÖ keine 80 Mio. Euro, sei sofort umsetzbar, effizienter, umweltfreundlicher und helfe den Pendlern sofort.

Zur Erinnerung: Die NÖN sprach die U-Bahn-Erweiterung betreffend mit NÖ-Verkehrsexperte Werner Pracherstorfer, der dem Bezirk Gänserndorf zum jetzigen Zeitpunkt gleich viele Chancen für eine U-Bahn-Erweiterung einräumte wie allen anderen Regionen. Prädestiniert wären aber wohl eine Verlängerung auf der Achse Deutsch-Wagram-Strasshof-Gänserndorf und die Anbindung Groß-Enzersdorfs an die Linie U2.