Bogenschießen: Geplante Anlage im Wald sorgt für Wirbel

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 05:33
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8575613_mar04stadt_bogenschiessen.jpg
Ähnlich wie im Erlebnispark soll künftig auch beim Aspacherfeld mit Pfeil und Bogen geschossen werden.
Foto: NÖN-Archiv
Der Union-Sportverein Gänserndorf will beim Aspacherfeld einen Schießplatz errichten. Manche Bürger sehen dies kritisch.
Werbung

Ein Grundsatzbeschluss des Gemeinderates vom November, der übrigens einstimmig fiel, sorgt nun für eine Debatte. Ein Anrufer am NÖN-Telefon, der lieber anonym bleiben möchte, kritisiert nämlich den Beschluss und meint, dass die Opposition damals von der ÖVP-Bürgermeisterpartei über den Tisch gezogen wurde.

Worum geht es eigentlich? Der Union-Sportverein Gänserndorf, genauer die Sektion Bogensport, will im Bereich des Aspacherhofes einen Bogen-Parcours errichten und betreiben. Die Gemeinde solle die nötige Waldfläche zur Verfügung stellen.

Einschränkungen für Wild und Spaziergänger

Die Kritik des Anrufers: Spaziergänger könnten das betroffene Areal nicht mehr betreten, weil es aus Sicherheitsgründen eingezäunt werden müsste, damit niemand von einem Pfeil getroffen wird. Durch den Zaun wäre das Wild in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Und: Jede Menge Bäume müssten für die Anlage gerodet werden.

Der Anrufer vermutet auch, dass der Gemeinderat von der Volkspartei hintergangen wurde, weil das Projekt in Wirklichkeit schon fertig ausgearbeitet sei und der Beschluss ein Geschenk für den schwarz angehauchten Sportverein (laut Statuten parteiunabhängig) wäre.

ÖVP-Bürgermeister René Lobner weist die Anschuldigungen entschieden zurück: „Es handelt sich um einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderates, dass man dem Projekt positiv gegenübersteht, sofern alle Auflagen der zuständigen Behörde, das ist im konkreten Fall die Bezirkshauptmannschaft, erfüllt werden.“

Der Beschluss sei mit den Stimmen der Mandatare der aller Parteien zustande gekommen, betont Lobner: „Das Ganze ist schlichtweg ein Versuch, hier etwas aufzubauschen bzw. zu skandalisieren. Dass der Anruf jetzt kommt, obwohl der besagte Beschluss bereits vor zwei Gemeinderatssitzungen erfolgte, ist auch eigenartig.“

Werbung