Bonitätsranking: Bezirk hat gut gewirtschaftet. Schönkirchen-Reyersdorf hat erneut die höchste Bonität im Bezirk. Auch vier weitere hiesige Kommunen im Ranking vertreten.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 18. Juli 2018 (04:04)
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Listenbürgermeister Peter Hofinger kann trotz des Minus von 30 Rängen zufrieden sein. Schönkirchen-Reyersdorf ist zum dritten Mal hintereinander die mit Abstand beste Gemeinde im Bezirk.
Mauritsch

Das Magazin „Public“ und das Zentrum für Verwaltungsforschung küren jährlich die Gemeinden mit den besten Bonitätskennzahlen. Klarer Sieger im Bezirk ist – wieder einmal – Schönkirchen-Reyersdorf. Wenn auch mit deutlichen Abschlägen zum Vorjahr auf Platz 38, bleibt die Gemeinde doch mit Abstand Spitzenreiter im Bezirk.

Listenbürgermeister Peter Hofinger und Amtsleiter Karl Stradner unisono: „Wir haben nahezu die gleichen Bonitätspunkte wie vorher und arbeiten noch immer auf hohem Niveau.“ Bei einem frei verfügbaren Kapital von rund 6 Millionen Euro besteht wohl kein Grund zur Sorge, auch wenn einige Großprojekte wie Bauhof, Problemstoffsammelzentrum oder auch neues Siedlungsgebiet anstehen. Stradner dazu: „Wir können Projekte aus eigener Kraft finanzieren.“

Hohenruppersdorf ist neu im Ranking

Neu eingestiegen ist Hohenruppersdorf auf Platz 109 – für die kleine Gemeinde mit knapp 1.000 Einwohnern nach den Rückschlägen in den vergangenen Jahren mit Schließung beider Banken und der Arztpraxis ein toller Erfolg. Nur vier Plätze dahinter findet sich mit einer der nördlichsten Gemeinden im Bezirk, Hauskirchen, ebenfalls als „Neuling“ in der Top-250-Liste. Groß-Schweinbarth rutschte zum Vorjahr nur um zwei Plätze ab und hält nunmehr Platz 214. Mit einem Minus von 64 Rängen schaffte es Untersiebenbrunn noch knapp in die Wertung.

Dass nicht nur große Kommunen Chancen haben, beweist Pfaffing in Oberösterreich mit dem österreichweiten Platz 1. Übrigens die erste Gemeinde, die mit Bürgermeisterin Gabriele Aigenstuhler von einer Frau an die Spitze geführt wurde. Silber ging an Sankt Johann im Pongau und den dritten Platz belegt Grän in Tirol.

Bewertet werden mittels Kennzahlberechnung Ertrags- und Eigenfinanzierungskraft, finanzielle Leistungsfähigkeit und Verschuldung. Dazu kommen sogenannte Soft-Facts wie Bevölkerungsentwicklung, Einnahmensituation oder auch Politik- und Verwaltungsmanagement.