Bürger in Sorge: Einigung bei Kiesgrube?. Den Anliegen der Anrainer-Initiative wurde viel Platz eingeräumt. Für Anfang August steht nun ein Gespräch mit Unternehmer Andreas Kisling an.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 22. Juli 2017 (02:13)
Bis auf 300Meter reicht das geplante Kies-Abbaugebiet an die Siedlungheran.
Mauritsch

Kiesgrube, die zweite, und kein Ende: Zwar wurde die mündliche Verhandlung im Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren nach einer Verlängerung in der Vorwoche abgeschlossen, fertig ist deswegen aber noch lange nichts.

An die 140 Seiten Protokoll hat der Verhandlungsleiter abzuarbeiten, ihm obliegt die Entscheidung, ob und was nachzureichen ist. Monika Busch, Sprecherin der Bürgerinitiative: „Wir haben viel Raum für unsere Hauptsorgen erhalten. Ich persönlich habe auch viel in diesen letzten Monaten dazugelernt.“ Zumindest scheint es derzeit so, dass es doch zu direkten Gesprächen zwischen Bürgerinitiative und Unternehmer Andreas Kisling kommt, für Anfang August wurde ein Treffen vereinbart.

Diese Bereitschaft wurde ja bereits in den NÖN-Gesprächen vom Herbst des Vorjahres signalisiert, zu einem wirklichen Durchbruch kam es damals nicht, aus welchen Gründen auch immer.

Staub- und Lärmbelastung sind die Hauptsorgen der Anrainer. Lösungsvorschläge liegen einige am Tisch, ob und wie etwas umzusetzen ist, wird sich weisen. Zumindest das „Gepiepse“ der rückwärtsfahrenden Lkw könnte eingeschränkt werden. Kisling dazu: „Bei meinen Fahrzeugen wäre ein Abschalten möglich, die haben alle Rückfahrkameras.“ Auf Fremdwägen habe er natürlich keinen Einfluss.

Fragen und Ängste bleiben, und bei Monika Busch Frust über die ihrer Meinung nach mangelnde Informationspolitik der Gemeinde. Auch wenn Listen-Bürgermeister Peter Hofinger diesmal sehr viel mehr Zeit bei der Verhandlung zubrachte, kann sie das nicht so wirklich besänftigen. „Die Gemeindevertretung hat unsere Rechte aufgegeben. Immerhin stellt der Ortsteil Silberwald ein Drittel der Einwohner der Gemeinde.“