Corona-Impfstraße: Warten in der HAK. Nach Impfstraßen-Chaos in Gänserndorf beim letzten Mal, als Personen in der Kälte ausharren mussten, gibt es eine Lösung.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 31. März 2021 (04:13)
Solcher Bilder vor der Stadthalle soll es bei der Covid-19-Impfstraße Mitte April nicht mehr geben.
Aichinger, Aichinger

Sie sorgte für Aufregung und verärgerte Gesichter bei Betroffenen und Angehörigen: Die erste Corona-Impfstraße in der Gänserndorfer Stadthalle – genauer gesagt, die lange Warteschlange in der Kudlich-Gasse bei Minusgraden. Damit es bei der nächsten Impfstraße Mitte April keine Probleme dieser Art gibt, haben Rotes Kreuz und Stadtgemeinde eine Lösung gesucht – und gefunden.

Zur Erinnerung: Es war Samstag, der 20. März, vormittags. Vom Eingang der Stadthalle bis zum Parkplatz des Bus-Bahnhofes staute sich eine Menschenschlange. Es handelte sich um betagte Mitbürger und Personen, die zur Risikogruppe zählen. Sie alle hatten einen Termin und warteten auf Einlass in die Halle, um dort gegen das heimtückische Coronavirus geimpft zu werden. Fast zwei Stunden lang mussten manche von ihnen in der Kälte ausharren, ehe sie schließlich an der Reihe waren.

Viel schneller entwickelte sich auf Facebook eine hitzige Debatte über das Chaos am Gehsteig der Kudlich-Gasse. Es wurde zwar weder dem Roten Kreuz, das die Impfstraße organisiert hatte, noch der Gemeinde, der die Stadthalle gehört, die Schuld für die Misere gegeben, dafür aber den Impfkoordinatoren vom Notruf NÖ. Die sind nämlich für die Einteilung der Impftermine verantwortlich.

Wie sich später herausstellte, konnte man aber auch ihnen nichts vorwerfen. ÖVP-Bürgermeister René Lobner klärte auf: „Die geplante AstraZeneca-Lieferung fiel kurzfristig aus. Das Rote Kreuz bekam dann den Moderna-Impfstoff, aber die doppelte Menge. So mussten statt der ursprünglichen 600 Impfungen 1.200 durchgeführt werden.“

Die zweite Teilimpfung wird Mitte April durchgeführt, wieder in der Gänserndorfer Stadthalle. Diesmal sei man aber gerüstet, betont Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Thomas Hasenberger gegenüber der NÖN: „Gemeinsam mit der Gemeinde und natürlich der HAK haben wir beschlossen, dass das Schulgebäude geöffnet bleibt.“ Somit könne eine mögliche Menschenschlange mit Sicherheitsabstand in der HAK warten bzw. dort durchgeschleust werden: „Ohne der Witterung ausgesetzt zu sein.“ Egal, ob es an diesem Tag zu kalt, zu heiß, stürmisch oder regnerisch sein wird.