Dicke Luft wegen „Kehrer“. Gänserndorfer mit Rauchfangkehrer im Clinch: „Es ist einfach nicht möglich, vorab ein Zeitfenster für Kehrtermin zu fixieren.“ Firmenchef widerspricht: Man sei sehr wohl flexibel.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 04. März 2021 (04:16)
Je nach verwendeter Heizungsanlage muss der Rauchfangkehrer mehrmals pro Jahr den Kamin kehren.
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Herbert Wraniek ist es leid, dem Rauchfangkehrer nachlaufen zu müssen, um einen Kehrtermin zu vereinbaren, der dann ohnehin nicht eingehalten werde. „Ich muss jedes Jahr drei Termine bezahlen, obwohl manchmal nur ein Mal gekehrt wird“, ärgert sich der Gänserndorfer. Und weiter: „Leider ist es nicht möglich, ein Zeitfenster für einen Termin mit dem Rauchfangkehrer vorab zu fixieren – was bei allen anderen Firmen funktioniert.“

Im Visier von Wraniek steht der Betrieb des Gänserndorfer Rauchfangkehrers Peter Stadl-bauer. Ihm hat er bereits ein bitterböses E-Mail geschickt – mit einer Kopie an die NÖN.

Der Firmenchef kann die Aufregung nicht nachvollziehen: „Wir kündigen unsere Besuche immer mit Datum an. Dieses findet man auch am jeweils letzten Zahlschein. Wir waren da, nur der Kunde nicht.“ Stadlbauer findet den Beschwerdebrief von Wraniek eigenartig: „Hätte er mich angerufen, hätten wir ohne Probleme einen für beide Seiten passenden Termin gefunden.“ Im Übrigen, so Stadlbauer, kann sich jeder Hausbesitzer „seinen“ Rauchfangkehrer aussuchen. Die einstige Monopolstellung gebe es nicht mehr.