Ehemalige Synagoge: Parlament ist am Wort. Die Gänserndorfer Grünen und das „Synagogen-Komitee“ sammelten über 500 Unterschriften für eine Petition, die nun im Nationalrat behandelt werden muss.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 23. Januar 2020 (04:19)
Beate Kainz, Margot Linke, Maria Simlinger und Nationalrätin Ewa Ernst-Dziedzic mit der Unterschriftenliste. Kainz: „Wir bedanken uns bei Ewa Ernst-Dziedzic, die sich bereit erklärt hat, die Petition einzubringen – auch wenn wir befürchten, dass eine Änderung des Gesetzes für die ehemalige Synagoge in Gänserndorf zu spät kommt.“
Grüne

Der von der Gemeinde geplante Abbruch der desolaten ehemaligen Synagoge auf der Bahnstraße (die NÖN berichtete mehrmals) beschäftigt die Grünen, die sich vehement gegen die Schleifung des Hauses aussprechen, nach wie vor.

Aus der intensiven Auseinandersetzung mit dem Denkmalschutzgesetz ist schließlich eine Petition entstanden. „Inhaltlich geht es darin um klarere Formulierungen und Transparenz, wenn es um Gebäude geht, die sich im Besitz der Gemeinde befinden, und auch um Klarheit bei den finanziellen Förderungen für die Erhaltung“, erklärt Grünen-Fraktionssprecherin Beate Kainz.

"Wir Grüne werden immer für eine lebendige Erinnerungskultur kämpfen"

Über 500 Unterschriften wurden nun an Grünen-Nationalrätin Ewa Ernst-Dziedzic übergeben. Somit muss die Petition im Parlament behandelt werden. Unterschrieben haben neben Historikern wie Claudia Kuretsidis-Haider, Rudolf Leo, Soshana Diuzend-Jensen und Ingrid Oberndorfer auch die Künstler Erika Pluhar und Eva Rossmann.

Ernst-Dziedzic betont: „Wir Grüne werden immer für eine lebendige Erinnerungskultur kämpfen. Denn nur unser kulturelles Gedächtnis bewahrt uns vor den Fehlern der Vergangenheit.“