Ehemaliger FPÖ-Bezirkschef Hubert Marek verstorben. Nach Walter Michalus starb nun auch Hubert Marek. Der ehemalige FPÖ-Bezirkschef wurde 73 Jahre alt.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 19. August 2020 (03:25)
Gesundheitlich bereits schwer angeschlagen: Hubert Marek während eines NÖN-Interviews im Jahr 2012.
Schindler

Nur wenige Wochen nach Walter Michalus aus Waidendorf (63) verstarb der nächste ehemalige Gänserndorfer FPÖ-Bezirksparteichef: Hubert Marek aus Breitensee. Marek war wie sein Vorgänger Michalus seit vielen Jahren schwer krank und schloss am 8. August im Krankenhaus Hainburg für immer seine Augen. Er wurde 73 Jahre alt.

Besonders betroffen zeigt sich natürlich die Familie. Sohn Christian, ehemaliger FPÖ-Stadtrat in Marchegg: „Mein Vater hat bis zum Schluss gerne über seine Zeit als Bezirksparteiobmann und die Interviews mit der NÖN gesprochen. Bis zuletzt haben wir viel über Politik geplaudert. Er hatte auch nie seinen Humor verloren und ist friedlich eingeschlafen.“

Hubert Marek wurde am 4. August 1947 in Lansach (Kärnten) geboren und wuchs in Wien auf. Von 1961 bis 1965 absolvierte er eine Lehre als Maschinenschlosser. 1969 heiratete er Magdalena. Zehn Jahre später kam der erste Sohn, Hans-Günther, auf die Welt, zwei Jahre später Tochter Barbara und 1987 schließlich Christian.

Mareks große Leidenschaft war die Technik, so absolvierte er neben der Arbeit die Ausbildung zum Werkmeister. 1976 begann er mit seiner Ehefrau, ein Haus in Breitensee zu bauen. Nachdem er politisch immer sehr interessiert war, engagierte er sich Anfang der 1990er-Jahre bei den Freiheitlichen in Wien.

Nach der Übersiedlung nach Breitensee wurde Marek in Oktober 2008 FPÖ-Obmann des Bezirks Gänserndorf. Er folgte Michalus, der sich wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung eines FPÖ-Clubbings mit der Landespartei überwarf.

Marek setzte sich in seiner Zeit als FP-Bezirksparteichef unter anderem für den Ausbau der Gänserndorfer Tagesklinik und der Ostbahn ein. Im Sommer 2013 zog er sich aufgrund seines immer schlechter werdenden Gesundheitszustandes – er litt an Diabetes und hatte bereits mehrere Herzinfarkte und Schlaganfälle hinter sich – aus der Politik zurück.

Sein Lieblingsspruch war immer: „Nach der nächsten Wahl will ich nur noch in der Hängematte liegen. Die Jungen in der Partei werden dann das Ruder übernehmen.“