Ehemaliges Hallenbad: Anzeige gegen Gemeinde. Ein „besorgter Mitbürger“ erstattete Anzeige. Grund: Er ortet tödliche Gefahren für Veranstaltungsgäste. VP-Bürgermeister kontert: „Vorwürfe sind völlig haltlos.“

Von Thomas Schindler. Erstellt am 28. September 2017 (03:04)
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Das stillgelegte Hallenbad in Gänserndorf. Ein „besorgter Mitbürger“ kritisiert die jüngsten Veranstaltungen im Schwimmbecken.

Ein „besorgter Mitbürger“ – so nennt er sich selbst – erstattete bei der Bezirkshauptmannschaft schriftlich Anzeige gegen die Stadtgemeinde Gänserndorf und VP-Bürgermeister René Lobner. Begründung: „Diese nützen in unverantwortlicher Weise das ehemalige Hallenbad als Veranstaltungsort für Konzerte und Theateraufführungen, obwohl das Gebäude sicherheitstechnisch dafür nicht vorgesehen ist.“

Einerseits würden die gefliesten Böden bei Nässe eine hohe Sturzgefahr darstellen, andererseits sei das Hallenbad wegen der schmalen Fluchtwege nicht für 200 und mehr Besucher ausgelegt. Am gefährlichsten sei aber, dass die Gäste, die im Schwimmbecken sitzen, dieses bei Panik nur über einen kurzen, steilen Steigenaufgang verlassen können – was im Ernstfall tödlich enden könne.

Für Lobner sind die Anschuldigungen völlig aus der Luft gegriffen: „Dem Briefeschreiber geht es offenbar nur ums Vernadern.“ Für das Bad als Veranstaltungsort gebe es eine Betriebsstättengenehmigung und ein Fluchtkonzept: „Vom Becken aus gibt es einen Fluchtweg gleich ins Freie und einen zweiten zum Haupteingang. Im Becken selbst wurde sogar extra eine zweite Stiege errichtet.“