Einkaufsliste schreiben vermeidet Verschwendung. Laut Umweltverband landen zu viele Lebensmittel im Restmüll. Die Geschäftsführerin Kathrin Dürr gibt Tipps zur Vermeidung.

Von Sandra Frank. Erstellt am 16. Juni 2021 (04:49)
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Kathrin Dürr, Geschäfts- führerin des Umwelt- verbandes.
privat, privat

Der Bereich Lebensmittelverschwendung ist auch einer, mit dem der Gemeindeverband für Aufgaben des Umweltschutzes im Bezirk, G. U. V., zu tun hat. „Es ist ein Thema, das wir schon seit Jahren intensiv bearbeiten“, sagt Geschäftsführerin Kathrin Dürr. „Müllanalysen zeigen, dass leider zu viel Biomüll in der Restmülltonne landet, in diesem Biomüll befinden sich zu viele Lebensmittel.“

Auch Kindern Bewusstsein schaffen

Im Bezirk gibt es eigene Unterrichtsstunden für Volksschüler, in Kombination mit dem Buch „Die lange Reise des Roggenkorns Roger“, nennt die Geschäftsführerin ein Beispiel, wie versucht wird, Bewusstsein zu schaffen. Die „APPetit“-Schulstunde für Schüler ab 14 Jahren werde ebenfalls genutzt.

Dürr hat viele Ratschläge parat, wie Lebensmittelverschwendung vermieden werden kann: Eine bessere Einkaufsplanung ist wichtig. „Vor dem Einkaufen muss man nachschauen, welche Lebensmittel sich in der Brotdose, in den Vorratskästen und im Kühlschrank befinden.“ Dann solle man überlegen, was in den nächsten Tagen gekocht wird, und: „Immer eine Einkaufsliste schreiben!“, rät Dürr. Und nur Produkte auf der Liste solle man während des Einkaufs auch ins Wagerl legen.

Großpackungen verlocken oft

Wenn einem Angebote und Großpackungen ins Auge springen, solle man genau überlegen, ob man die gesamte Menge auch tatsächlich braucht. Außerdem rät die Geschäftsführerin, Obst und Gemüse zu kaufen, das gerade Saison hat. Und: „Nicht hungrig einkaufen gehen.“ Schauen, riechen, kosten – das sei ein einfacher Test, um herauszufinden, ob Lebensmittel auch nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch verzehrt werden können.

Kreativität bei Restl-Verwertung

„Sind Lebensmittel zu Hause, die bald gegessen werden müssen, kann man tolle Restl-Rezepte ausprobieren“, setzt Dürr auf Kreativität. Bleibt eine Portion des Mittagessens übrig, könne diese für später eingefroren werden. Weiters ruft sie das Haltbarmachen von Obst und Gemüse in Erinnerung.

Manchmal lasse sich die Entsorgung von Lebensmitteln aber nicht vermeiden. Hier heißt es: Alles, was kompostierbar ist, soll in der Biotonne entsorgt werden – oder selbst kompostiert werden. „Das gilt auch für Fleischreste“, so die Geschäftsführerin.