FPÖ kämpft weiter für ein Krankenhaus. FP-Abgeordneter Dorner forderte, dass Tagesklinik zu einem vollwertigen Spital ausgebaut wird. Antrag wurde abgelehnt.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 07. Juli 2019 (04:34)
Schindler
Abgeordneter Dieter Dorner brachte im NÖ Landtag einen Resolutionsantrag ein.

Im Rahmen der Budget-Landtagssitzung forderte Gänserndorfs FPÖ-Bezirksparteichef, Landtagsabgeordneter Dieter Dorner, einmal mehr den Ausbau der Gänserndorfer Tagesklinik zu einem vollwertigen Landeskrankenhaus.

„Gänserndorf ist hinsichtlich der Bevölkerungszahl der am schnellsten wachsende Bezirk in NÖ. Über 100.000 Bürger zählt der Bezirk derzeit. Allein in den drei Orten entlang der B8 – Deutsch-Wagram, Strasshof und Gänserndorf – leben über 30.000 Menschen“, betont Dorner.

"Ein untragbarer Zustand"

In jedem der 20 niederösterreichischen Bezirke werde mindestens eine Landesklinik betrieben, nur im Bezirk Gänserndorf gebe es bloß eine abgespeckte Tagesklinik: „Da klingt es für die 100.000 Gänserndorfer wie ein Hohn, wenn das Krankenhaus Mistelbach einfach in Klinikum Mistelbach-Gänserndorf umgetauft wird.“

Der FP-Landtagsabgeordnete erinnerte in seiner Rede daran, dass auch die Gänserndorfer ein Recht auf medizinische Vollversorgung – zu jeder Tages- und Nachtzeit – hätten: „Unsere Bürger müssen, wenn sie ein Spital benötigen, nach Mistelbach, Hainburg oder Wien fahren.“ Mistelbach und Hainburg seien mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus den meisten Gemeinden nur mit mehrmaligem Umsteigen erreichbar.

Dorner rechnet vor: „Die Fahrzeit aus meiner Heimatgemeinde Untersiebenbrunn zum Spital Mistelbach beträgt mit dem Pkw über 45 Minuten, mit den Öffis sogar mehr als zwei Stunden.“ Dies sei ein untragbarer Zustand. Die FPÖ stand mit ihrem Resolutionsantrag auf verlorenem Posten. Er wurde im Landtag mehrheitlich abgelehnt.