Erstellt am 30. Dezember 2016, 04:11

von Thomas Schindler

Gemeinde steigt bei der Sommerszene ein. Stadt soll künftig für den wirtschaftlichen Bereich verantwortlich sein, der Verein KiG nur noch für den künstlerischen.

VP-Bürgermeister René Lobner: „Unser Ziel ist es, dem Verein zu helfen und ihm ein Stück Verantwortung abzunehmen.“  |  Schindler

Bisher hat der Verein KiG (Kultur in Gänserndorf) die Gänserndorfer Sommerszene im Alleingang abgewickelt, dies soll sich ab der kommenden Open-Air-Konzertreihe im Sommer 2017 ändern. Wie die NÖN erfuhr, ist eine Kooperation zwischen KiG und Stadtgemeinde geplant.

VP-Bürgermeister René Lobner erklärt: „Wir sind derzeit in konstruktiven Gesprächen mit dem Verein. Unser Ziel ist es, KiG ein Stück Verantwortung abzunehmen – vor allem, was die finanzielle Haftung anbelangt.“ Die angedachte Kooperation, so der Stadtchef, komme dem Verein zugute und würde die Sommerszene auf noch professionellere Beine stellen.

Lobner: „Wir planen auch diverse Umbauten in der Schmied-Villa und im Kulturhausgarten, Stichwort barrierefrei. Außerdem wollen wir, dass das Freigelände in Zukunft ganzjährig bespielbar ist.“ Man stehe auf jeden Fall kurz vor einer Einigung, was die Partnerschaft betrifft.

Einige Tausend Euro Verlust

Genau so sieht es auch KiG-Obmann Wolfgang Lehner: „Nach so einem Schlechtwetter-Sommer wie heuer würden wir die nächste Saison finanziell nicht überleben.“ Wie hoch war der Verlust? „Einige Tausend Euro. Die Sommerszene ist mittlerweile so groß, dass es auch um viel Geld geht. Und wenn die Einnahmen nicht passen, haftet KiG für das Minus.“

KiG-Obmann Wolfgang Lehner: „Wir würden die kommende Saison finanziell nicht überleben.“  |  NOEN, Schindler

Das Problem sei auch, dass der Verein dem Gesetz nach keinen Gewinn erwirtschaften darf: „Somit müssen wir den Überschuss sofort wieder investieren und können keine Rücklagen für schlechte Saisonen bilden.“

Der Plan sieht nun wie folgt aus: Künftig soll die Gemeinde für den wirtschaftlichen Bereich verantwortlich sein – dazu gehören die besagte Haftung, die Investitionen, der Gastronomie-Bereich und alle Veranstaltungen auf dem Gelände, die nicht zur Sommerszene gehören. Lehner: „Unser Verein kann sich dann gezielt auf den künstlerischen Bereich der Sommerszene konzentrieren.“