Gemeinde verkauft Bauten. Die Häuser in der Grillparzergasse, Lange Gasse, Schönkirchner Straße und Ziegelofengasse gehen an die Wohnbaugenossenschaft St. Pölten. Für Mieter ändert sich nichts.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 09. September 2018 (05:52)
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VP-Bürgermeister René Lobner mit der im Bau befindlichen neuen Lager-halle im Hintergrund
Schindler

Fünf Gemeindebauten – Grillparzergasse, Lange Gasse, Schönkirchner Straße und zwei in der Ziegelofengasse – sollen an die Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft St. Pölten verkauft werden (die NÖN berichtete). Vergangene Woche wurde darüber im Stadtparlament abgestimmt. Gleich vorweg: Der Antrag wurde im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung mehrheitlich angenommen.

VP-Bürgermeister René Lobner: „Wir holten ein Schätzgutachten für die betroffenen Gebäude ein.“ Der Deal mit der Genossenschaft bringe der Gemeinde diverse Vorteile: „Die noch offenen Darlehen und Außenstände übernimmt die Genossenschaft. Der Erlös aus dem Verkauf wird zweckgebunden eingesetzt und fließt wieder in soziale Projekte.“

Der Stadtchef weiter: „Diese Wohnbauten sind für uns als Gemeinde Ballast, der nun abfällt. Es ist auch nicht Kernaufgabe einer Kommune, Wohnhäuser zu verwalten.“ Wird sich durch den Verkauf für die Mieter etwas ändern? Lobner: „Nein, gar nichts. Die werden keinen Unterschied bemerken.“

Der Bürgermeister erklärte schon früher einmal gegenüber der NÖN, dass das bisherige System nicht effizient sei: „Die Verwaltung der Gebäude läuft schon länger über die Genossenschaft. Die Gemeinde als Eigentümer ist nur unnötig dazwischengeschaltet.“

Seit der Sanierung der besagten Gemeindebauten und dem gestiegenen Mietpreis könne man auch weitgehend nicht mehr vom klassischen sozialen Wohnbau sprechen: „Die Zeiten, in denen man mit einem entsprechenden Parteibuch eine günstige Wohnung bekam, sind zum Glück auch längst vorbei.“

Im Übrigen besitze die Stadt noch drei weitere Gemeindebauten, die sie bis auf Weiteres behalten werde – zwei in der Wiener Straße und einen in der Villagasse.