Gewalt im Schulbus macht Angst. Verzweifelte Kinder berichten von pöbelnden Jugendlichen, die angeblich auch vor körperlichen Übergriffen nicht zurückschrecken. Verkehrsverbund verspricht Lösung.

Von Manuel Mattes. Erstellt am 16. Oktober 2019 (06:00)
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Zahlreiche Kinder sollen im Schulbus von anderen belästigt und wüst beschimpft worden sein.

Für zahlreiche Gymnasiasten und Volksschüler ist die Fahrt mit dem Schulbus mit Angst und Schrecken verbunden. Besorgte Eltern berichten von pöbelnden Jugendlichen, die Kinder während der Fahrt wüst beschimpfen, sie an den Haaren reißen, die Gänge im Bus blockieren und ihnen Gegenstände wegnehmen.

Betroffen sei vor allem die Linie 494, die zwischen Gänserndorf, Angern sowie Ebenthal verkehrt. Laut den belästigten Schülern ereignen sich die Vorfälle stets im Gänserndorfer Gemeindegebiet. Welche Schule die pöbelnden Jugendlichen besuchen, ist nicht bekannt. Sicher sei lediglich, dass sie am Gänserndorfer Bahnhof aussteigen. „Leider ist es keine Seltenheit, dass meine Tochter weinend nach Hause kommt“, so eine Mutter im NÖN-Gespräch.

Was sagt der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) zu den Vorkommnissen? „Wir wurden über die Vorfälle bereits informiert und arbeiten mit dem Busunternehmen zusammen, um zu erfahren, wo die gewalttätigen Jugendlichen zur Schule gehen. Wir werden dann die Direktion kontaktieren, um über eine mögliche Lösung des Problems zu sprechen. Grundsätzlich kann es durchaus so weit kommen, dass wir den betreffenden Schülern den Fahrausweis entziehen und sie den Bus dann nicht mehr benutzen dürfen“, so VOR-Sprecher Georg Huemer im NÖN-Gespräch.