Gymnasium-Umbau: Statt gebüffelt wird gebaggert. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren und sollen wie geplant im Juni 2022 abgeschlossen sein.

Von Manuel Mattes. Erstellt am 13. Januar 2021 (04:25)

Zwei riesige Baukräne, jede Menge Bagger und emsige Arbeiter – so präsentiert sich derzeit das Areal des Konrad Lorenz Gymnasiums (KLG), das generalsaniert und großflächig erweitert wird.

Das Wichtigste vorweg: Nach einem verzögerten Baustart aufgrund des Ibiza-Skandals (eine Unterschrift vonseiten des Ministeriums ließ lange auf sich warten, die NÖN berichtete) schreiten die Arbeiten nun mustergültig voran. Im Herbst 2022 können die KLG-Schüler und Lehrer wieder ihre angestammten Räumlichkeiten in der Gärtnergasse beziehen – und alles deutet darauf hin, dass dieser Zeitplan auch tatsächlich hält.

„Als der erste Bagger die Trakte abriss, blutete mein Herz.“ Eva Zillinger, KLG-Direktorin

Zurück zur Baustelle: Vom Innenbereich sind nur noch Fragmente vorhanden: Türen wurden längst demontiert und große Teile der Stiegenhäuser abgerissen. Wie geht es Direktorin Eva Zillinger, die selbst hier Schülerin war, bei diesem Anblick? „Als der erste Bagger begann, die Trakte zu demolieren, blutete mir schon ein wenig das Herz“, so die Schulleiterin. Mittlerweile ist der Wehmut allerdings die Freude auf den Neubau gewichen: „Wenn ich daran denke, wie das Gebäude aussehen wird, wenn alles fertig ist, ist die Begeisterung grenzenlos“, so Zillinger weiter.

Besonders freut sie sich auf die großzügigen Grünflächen sowie auf die Freibereiche im Inneren. Sogar eine eigene Zeichenterrasse ist geplant. Auch die mündliche Matura wird künftig nicht mehr im Turnsaal stattfinden müssen. Inmitten der Trümmer entsteht bereits „neues Leben“. Das Fundament für den neuen dreigeschoßigen Bauteil, der vollständig mit dem Bestand verbunden sein wird, wurde schon gelegt. Er entsteht im Bereich der mittlerweile vollständig geschleiften Trakte. Vom alten Hauptgebäude wird nur die äußere Hülle bestehen bleiben, innen wird es komplett saniert. 28 Millionen Euro soll das Mega-Projekt kosten. Diese werden aus heutiger Sicht auch nicht überschritten.

Wird es künftig eigentlich auch mehr erste Klassen geben? „Das hängt davon ab, wie viele Schüler nach Abschluss der Unterstufe bei uns bleiben“, informiert Zillinger. Deutlich mehr Klassen steht sie aber kritisch gegenüber – man sei bereits jetzt eine sehr große Schule.

Bezug des neuen Gebäudes ab Juni 2022

Die Rückübersiedelung vom Übergangsquartier am Hafergrubenweg ist dann ab Juni 2022 geplant. Dabei wird man wieder auf die Unterstützung einer Firma setzen, die schon bei der Räumung des Gebäudes in der Gärtnergasse half.

Wie geht es jetzt eigentlich unmittelbar weiter? „Nachdem die Erdarbeiten und die Fundierung abgeschlossen sind, beginnen die Rohbauarbeiten. Im Bestand wurde das alte Stiegenhaus abgebrochen, das neue wird aufgebaut. Zudem wird das neue Dach errichtet“, so Laura Holzer, Sprecherin der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG).

Auch eine Photovoltaikanlage ist geplant. Diese soll unter anderem dazu beitragen, dass das neue Schulgebäude nach der Fertigstellung die Zertifizierung „klimaaktiv SILBER“ erreichen wird.