„Ich spüre keine globale Verzweiflung“. Christiane Teschl-Hofmeister besuchte den Erlebnispark in Gänserndorf, der mit den Nachwehen des Lockdown zu kämpfen hat.

Von Sandra Frank. Erstellt am 30. Juli 2020 (03:42)
Einem Selfie mit Lama „Wendy“ und Stadtchef René Lobner konnte die Landesrätin nicht widerstehen.
Sandra Frank

Um die 800 Besucher verzeichnete der Erlebnispark Gänserndorf an nur einem Wochenende, sagt Geschäftsführer Christian Angerer, als er Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister durch den Park führt. Jetzt, in Zeiten der Coronapandemie, seien es um etwa 20 Prozent weniger. „Die Leute sind zurückhaltend, das ist spürbar“, so Angerer. Viele seien unsicher, ob und wann sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen.

Teschl-Hofmeister besuchte den Gänserndorfer Erlebnispark im Zuge ihrer NÖAAB-Sommertour. „Es ist wirklich spannend, weil man ganz viele Unternehmen sieht“, so die designierte NÖAAB-Landesobfrau. Gewöhnlich geht es für sie und ihr Team mit einem Bus durch den Bezirk und zu den Unternehmern. „Das wollten wir aber nicht, wir wollten hierher“, hatte VP-Bürgermeister René Lobner ein genaues Ziel vor Augen. Und er hatte Erfolg: Teschl-Hofmeister gefiel, was sie sah, und versprach, mit ihren beiden Kindern zum Klettern, Bogenschießen und Lama-Streicheln wiederzukommen.

Angerers Schicksal sei kein Einzelfall, aber sie „spüre keine globale Verzweiflung“, fasste die Landesrätin die Stimmung der Unternehmer zusammen. Natürlich gebe es Kritik, und auch sie räumt ein, dass einiges nicht wie geplant funktioniert habe. „Man darf aber nicht vergessen: Die Krise hat uns unvorbereitet getroffen.“ Dafür stehe das Land vergleichsweise gut da.

Dass im Gänserndorfer Erlebnispark auch Erwachsene voll auf ihre Kosten kommen, zeigten Geschäftsführer Christian Angerer, Bürgermeister René Lobner, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Nationalratsabgeordnete Angela Baumgartner (v.l.).
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Es sei zwar ein Sommer, der anders als die bisherigen ist – das zeigt auch der Besuch im Erlebnispark, hier kleben etwa im Eingangsbereich Markierungen auf dem Boden, damit der Sicherheitsabstand eingehalten wird –, dennoch: „Die Unternehmer sind motiviert und haben einen Plan.“

„Manche Dinge brauchen eben erst einen Anstoß“, denkt Teschl-Hofmeister daran, was von der Krise bleiben wird – etwa das mobile Arbeiten. Das habe gut funktioniert. „Manchmal arbeitet man von zu Hause aus besser als im Büro.“ So werden Mitarbeiter künftig ein oder zwei Tage in der Woche im Homeoffice arbeiten können. Es gelte nun, die Rahmenbedingungen abzustecken und zu sehen, was für die Unternehmen sinnvoll sei.

Die Tour durch die Bezirke, die eigentlich schon für März geplant gewesen war, gefällt der Kremserin. „Es ist ein Wahnsinn, wie unterschiedlich die Bezirke sind.“ Das zeige ihr, dass Modelle für jeden maßgeschneidert werden müssen.