„Kickl-Zwickl“: Rabatt auf Bier erregt Gemüter. Lokalbetreiber schießt gegen FP-Innenminister: Ein Seidel gibt’s jetzt bis zu dessen Rücktritt um 2,70 . FP „reimt zurück“.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 24. Oktober 2018 (04:41)
„Zwickl statt Kickl“: Andreas Hirsch verkauft das Seidel Zwickl in seinem Lokal „Extremhirsch“ auf der Gänserndorfer Bahnstraße bis auf Weiteres um 2,70 Euro.
privat

Dass die FPÖ gerne reimt, erfährt man spätestens in Wahlkampfzeiten. Nun tat es ihr ein Gegner gleich: Der Gänserndorfer Wirt Andreas Hirsch, der gerne mal gegen Blau wettert (die NÖN berichtete des Öfteren), kam vergangene Woche mit einer „Geschäftsidee“ um die Ecke, die für die einen Humor in sich birgt, anderen die Laune verdirbt, jedenfalls aber das Lokal bewirbt: „Zwickl statt Kickl“. Das Seidel gibt es fortan um 2,70 statt um 3 Euro und die „Aktion gilt bis zum Rücktritt“.

„Ich komme nicht umhin, der Heil und Sicherheit bringenden Amtszeit unseres besten und ,größten‘ Innenministers aller Zeiten einen weiteren positiven Aspekt hinzuzufügen“, erklärt Hirsch. „Möge seine Weisheit noch lange über uns und unseren angstfreien Schlaf wachen.“

"Vielleicht hilft ja ein Zwickl"

Gar nicht so lustig finden die sarkastische Aktion natürlich die Freiheitlichen. Während sich FP-Bezirkschef und Landtagsabgeordneter Dieter Dorner im NÖN-Gespräch zurückhält („Ich möchte mich dazu nicht äußern.“), schlägt FP-Nationalrat Christian Höbart per Facebook-Kommentar zurück: „Und mir fällt für den Herrn Extremhirschen ein: Hätt i do was in der Birn’ statt so wenig Hirn.“ Nachsatz: „Vielleicht hilft ja ein Zwickl.“

Geschadet dürfte Hirsch die Aktion wohl nicht haben – im Gegenteil: Zwei Bierbrauer hätten bereits angefragt, ob sie den Spruch verwenden dürfen.