Landgasthaus Hansy: Erster Abbruch ist erledigt. Gemeinde Gänserndorf riss Zwischenwände im ersten Stock weg. Jetzt wird die Etage vom Bauträger generalsaniert. Im Spätsommer oder Herbst soll dort das Standesamt einziehen.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 28. April 2021 (03:34)
Gestemmt und gehämmert wurde im ersten Stock des ehemaligen Landesgasthauses Hansy: Der Bauhof der Gemeinde entfernte die alten Zwischenwände in der oberen Etage.
Mattes, Mattes

Die Vorarbeiten für das Großprojekt „Landgasthaus Hansy neu“ haben begonnen. Die Bediensteten des Gemeinde-Bauhofes rissen jüngst die Zwischenwände im ersten Stock um und beseitigten den Schutt. Jetzt ist die Bauträgerfirma „AC Wohnen“ am Zug. Sie, besser gesagt ihre Baufirmen, werden die obere Etage generalsanieren. Es kommen neue Wände, Böden, Elektro- und Wasserinstallationen sowie eine Fernwärme-Heizung.

Freut sich über den Beginn des Bauprojektes: ÖVP-Bürgermeister René Lobner.
Schindler, Schindler

ÖVP-Bürgermeister René Lobner erklärt im NÖN-Gespräch: „Die Aufträge sind bereits vergeben.“ Gebaut wird auch ein Aufzug, damit der erste Stock des Gebäudes auch barrierefrei erreichbar ist. Ein Teil der oberen Etage ist bekanntlich für das Gänserndorfer Standesamt reserviert. Dieses soll, so Lobner, im Spätsommer bzw. Herbst vom jetzigen Standort im Rathaus in sein neues Quartier übersiedeln.

Im Erdgeschoß wird sich bautechnisch vorerst nichts tun. Zur Erinnerung: „AC Wohnen“ will hinter dem Gasthaus, wo sich derzeit alte Garagen befinden, 15 neue Wohnungen und Auto-Stellplätze errichten. Die Gemeinde wird vom Bauträger das generalsanierte Gasthaus plus Schanigarten mieten und an einen Gastronomen weiterverpachten.

Bis zu 5 Millionen Euro (inkl. geleistetem Kaufpreis) lässt sich „AC Wohnen“ das Projekt kosten. Für Geschäftsführer Reinhard Pacejka war es immer wichtig, die alte Substanz und das Flair des Gasthauses – der Kern stammt aus dem Jahr 1868 – zu erhalten. Dafür werde auch eigens ein Restaurator hinzugezogen. Der Bürgermeister wiederum, der sich mit Pacejka einig ist, betonte schon im Vorjahr, dass das Lokal auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden müsse – darunter gehöre auch die gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit.