Leuchtmittel-Debatte: Stadt im echten Licht. Als es darum ging, die Beleuchtung rund ums Bad zu beschließen, informierte VP-Stadtrat Trost über Lichtfarben.

Von Sandra Frank. Erstellt am 15. September 2019 (04:47)
Symbolbild

Die Gemeinde investiert knapp 13.000 Euro ins Material für die Straßenbeleuchtung rund ums Regionalbad. „Ich möchte mich bedanken, dass dort warmweiße Leuchtmittel angebracht werden. Die sind insektenfreundlich“, meldete sich die grüne Vizebürgermeisterin Margot Linke zu Wort.

ÖVP-Stadtrat Manfred Trost wollte die Lichtfarbe ebenfalls nicht unkommentiert lassen, da diese in der Vergangenheit ein „grüner Dauerbrenner“ gewesen sei und bei den vergangenen Sitzungen stets thematisiert worden ist. Darum machte er sich schlau, was es mit den diversen Lichtquellen auf sich hat: „Ich bin für warmweißes Licht in Parks, bei Wegen oder romantischen Lagen, aber nicht auf den Straßen.“

„Ich bin für warmweißes Licht in Parks, bei Wegen oder romantischen Lagen, aber nicht auf den Straßen.“ VP-Stadtrat Manfred Trost

Dort sei neutralweißes Licht für gute Sicht die bessere Variante, gelbes Licht signalisiere in der Stadt die Übergänge für Fußgeher und mahne die Pkw-Fahrer zur Aufmerksamkeit.

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Manfred Trost, Stadtrat der ÖVP, sprach über die Vorteile von neutralweißem Licht.

„Bei den LED-Lichtern ist der UV-Anteil heute so gering, dass er keine negativen Auswirkungen auf Insekten hat“, weiß der Stadtrat. Was noch gegen warmweißes Licht im Straßenverkehr spreche: „Es ist keine Farbechtheit gegeben“, klärt Trost auf. So würden Einsatzkräfte nicht sofort erkennen, ob es sich bei einem Fleck auf dem Asphalt um Wasser, Blut oder Öl handle. Außerdem würden warmweise Leuchten deutlich mehr Energie verbrauchen, um die gleiche Lichtleistung auf die Fahrbahn zu bringen.

„Ich hoffe, das warmweiße Licht ist jetzt erledigt“, schloss ÖVP-Bürgermeister René Lobner die Diskussion.