Lobner über Container-Dorf: „Fürchtet euch nicht“. Gemeinde und Gymnasium informierten Anrainer des Hafergrubenweges über Verkehrskonzept.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 22. Mai 2019 (03:20)
Schindler
Bürgermeister René Lobner, Schuldirektorin Eva Zillinger und VP-Verkehrsstadtrat Manfred Trost (v.l.) nach der Info-Veranstaltung.

Ruhig und sachlich ging die Info-Veranstaltung zum Thema Verkehrskonzept beim künftigen Container-Dorf am Hafergrubenweg über die Bühne. An die 50 interessierte Anrainer lauschten in der Aula des Konrad Lorenz Gymnasiums (KLG) den Worten von Schuldirektorin Eva Zillinger, VP-Bürgermeister René Lobner und VP-Verkehrsstadtrat Manfred Trost.

Wie die NÖN berichtete, wird das in die Jahre gekommene Gymnasium in der Gärtnergasse generalsaniert, umgebaut und erweitert. Die Kosten für das Mega-Projekt: 20 Millionen Euro. Im kommenden Herbst erfolgt der Spatenstich, genau zwei Jahre später soll das neue Gebäude fertiggestellt sein. Während der Bauarbeiten werden die etwa 900 Schüler und rund 100 Lehrer in einem riesigen Container-Dorf am Hafergrubenweg untergebracht. Dieses wird in den kommenden Wochen errichtet.

Zillinger erklärte bei der Info- Veranstaltung: „Es kommen 300 Container, die auf zwei Etagen verteilt werden. Im ersten Stock werden die Klassenräume sein, im Erdgeschoß die Sonderräume.“ Aufgrund des schlechten Wetters sei man beim Bau des Container-Dorfes ein wenig in Zeitverzug geraten: „Am Ende der ersten oder zweiten Juli-Woche sollten wir mit der Übersiedlung aber fertig sein.“

„Unsere Lehrer werden Bewilligungskarten für die Zufahrt zum Hafergrubenweg haben. Wer keine hat, darf dort auch nicht fahren.“ Schuldirektorin Eva Zillinger

Nach der Schulleiterin ergriff der Bürgermeister das Wort, um die Anrainer des Hafergrubenweges über die künftige Verkehrssituation vor ihrer Haustüre zu informieren: „Unser Ziel war es, Sie als Anrainer so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.“ Es seien bereits Horror-Szenarien über einen gewaltigen Durchzugsverkehr im Umlauf, so Lobner: „Diese stimmen nicht. Der Hafergrubenweg wird von beiden Seiten zur Sackgasse erklärt. Er darf dann nur noch von Anrainern und Lehrern befahren werden.“

Die Betroffenen werden spezielle Berechtigungskarten bekommen. Die Parkplätze für die Lehrer vor dem Container-Dorf können auch nur untertags benutzt werden, während der Nacht sind sie versperrt. Ein Anrainer befürchtete, dass manche Mitbürger auch ohne Bewilligungskarte am Hafergrubenweg parken werden. Darauf Lobner: „Die Polizei wird verstärkt kontrollieren, damit das nicht passiert.“ Die Zufahrt zum Container-Dorf und entsprechende Parkmöglichkeiten wird es am Rübenplatz geben.

Ein anderer Anrainer wollte wissen, ob die Container nach den zwei Jahren tatsächlich wieder entfernt werden: „Oder entsteht dort dann etwas anderes?“ Der Stadtchef beruhigte: „Die Container kommen auf jeden Fall weg. Eine HTL, für die wir das Grundstück reserviert haben, ist derzeit kein Thema.“ Irgendwann in der Zukunft werde die Liegenschaft aber sicherlich verbaut werden.

Lobner abschließend zu den Anrainern: „Fürchtet euch nicht. Nach zwei Jahren ist alles vorbei.“ Der Bürgermeister dankte auch den Besuchern der Info-Veranstaltung für das konstruktive Gespräch: „Da haben wir schon etwas ganz anderes erlebt ...“