Mega-Aufwand: Gym muss in 280 Container . Während der Sanierung und Erweiterung des Gymnasiums werden 1.000 Schüler eineinhalb Jahre lang in einem eigens errichteten Container-Dorf untergebracht.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 24. Mai 2018 (06:00)
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Der Entwurf der Architekten überzeugte laut den Verantwortlichen durch „Klarheit, räumliche Außen- und Innenraumqualitäten sowie die gut gelöste Anbindung an den Bestand“.
Franz&Sue (Visualisierung)

So groß die Freude über die geplante Sanierung und den Ausbau des Konrad Lorenz Gymnasiums (KLG) bei Direktorin Eva Zillinger ist, so groß ist auch ihre Sorge, was die nötige Übersiedlung der gesamten Schule während der Bauzeit in ein noch zu errichtendes Container-Dorf betrifft: „Das wird auf jeden Fall eine Herausforderung.“

Das Gänserndorfer Gymnasium wird um etwa 21 Millionen Euro saniert und erweitert – sehr zur Freude von Direktorin Eva Zillinger und VP-Bürgermeister René Lobner, die ein Modell des Bauprojekts präsentieren.
Schindler

Zur Erinnerung: Vergangene Woche gab die Bundesimmobiliengesellschaft als Eigentümer des KLG bekannt, dass mit der Sanierung und Erweiterung des Gymnasiums im Frühjahr 2020 begonnen werde. Die Fertigstellung ist für Herbst 2021 geplant. Das Architektenteam Franz&Sue – es war bereits für den Bau des Deutsch-Wagramer Oberstufen-Realgymnasiums verantwortlich – fungiert als Generalplaner.

Während das Hauptgebäude und die beiden Turnsäle bestehen bleiben und generalsaniert werden, werden die drei dazwischenliegenden eingeschoßigen Klassentrakte abgerissen und durch einen dreigeschoßigen Neubau ersetzt. Hier sollen künftig 40 Klassenräume (derzeit 28) mit vielen dezentralen Pausenflächen untergebracht sein. Auch ein Mehrzweckraum, die Nachmittagsbetreuung, der Speisebereich und die Bibliothek finden im Neubau Platz.

Bestehende Gebäude werden generalsaniert

Auch die Gebäude, die bestehen bleiben, werden nach der Renovierung kaum vom Neubau zu unterscheiden sein. Lehrerbereich, Sonderunterrichtsräume und Garderobe bleiben größtenteils örtlich bestehen, werden aber funktional umstrukturiert. Darüber hinaus werden alle Oberflächen sowie Sanitäreinrichtungen erneuert und die Turnsäle saniert. Der Neubau wird über alle Geschoße mit dem Bestand verbunden.

Auf der Liegewiese des angrenzenden ehemaligen Freibades entstehen künftig großzügige Freiflächen für die Schule. Darüber hinaus werden auch Vorplatz und Zugang zum Gymnasium neu gestaltet. Der Parkplatz wird sowohl der Schule als auch dem künftigen Hallenbad zur Verfügung stehen.

Container-Dorf kommt hinter der Volksschule

Wo wird das Container-Dorf entstehen? VP-Bürgermeister René Lobner: „Der einzige Platz, der groß genug ist, ist das sogenannte HTL-Gelände hinter der Volksschule.“ In 250 bis 280 Containern werden die derzeit 36 Unterrichtsklassen, die Lehrerschaft sowie die Administration untergebracht.

Übrigens: Mit dem Bau des neuen Hallenbades wird voraussichtlich diesen Herbst begonnen. Im Februar 2020 soll es in Betrieb gehen, also vor dem Start der Bauarbeiten im Gymnasium.