Mörth sperrt zu, Fetter baut aus. Des einen Freud, des anderen Leid: Nachdem Elektro-Händler Mörth in den vergangenen Jahren schon seine Filialen in Hollabrunn und Mistelbach dichtmachte, kommt nun auch die Gänserndorfer Zweigstelle an die Reihe – sie wird mit Ende März für immer geschlossen. Die betroffenen Mitarbeiter kommen teils in der Filiale Laa/Thaya und teils bei anderen Elektro-Unternehmen unter.

Von Thomas Schindler. Update am 02. Februar 2021 (14:29)
Das Fetter-Gebäude auf der Protteser Straße: Elektro-Händler Mörth verabschiedet sich, dafür wird der Fetter-Baumarkt vergrößert. Parkplätze und Eingang sollen auf die Rückseite des Objekts (auf diesem Foto links) kommen.
Mattes

Prokurist Lucas Mörth erklärt im NÖN-Gespräch: „Dir Fixkosten haben uns aufgefressen. Wir konnten in Gänserndorf leider nicht mehr kostendeckend arbeiten.“ Die Entscheidung sei der Firmenleitung nicht leichtgefallen, mit der Coronakrise habe diese aber nichts zu tun, so Mörth: „Wir werden uns künftig auf unsere beiden Standorte Kammersdorf im Bezirk Hollabrunn und Laa im Bezirk Mistelbach konzentrieren.“

Der Teil des Gebäudes auf der Protteser Straße, das neben Fetter auch das Gasthaus Ziegelofen beherbergt, wird nach dem Mörth-Abgang aber nicht leer stehen. Fetter – der Besitzer des Hauses – plant nämlich einen großen Umbau: So soll auf der jetzigen Mörth-Fläche künftig der Fetter-Gartenbereich untergebracht werden.

Der Acker hinter dem Fetter-Objekt (in Richtung OMV gesehen) wurde bereits angekauft – dort soll ein riesiger Parkplatz für Kraftfahrzeuge und Fahrräder aus dem Boden gestampft werden. Auch der Haupteingang wird sich dann hier befinden. Das Haus selbst soll generalsaniert werden und das Gasthaus Ziegelofen weiterhin eingemietet bleiben – so lautet der vorläufige Plan.

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