NÖN-Interview: SP-Stadtrat Worlicek im Gespräch. Christian Worlicek, SP-Stadtrat für öffentliche Einrichtungen, über das Stimmverhalten seiner Fraktion im Gemeinderat, das Hallenbad und den Friedhof.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 26. August 2017 (04:42)
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SP-Stadtrat Christian Worlicek: „Der VP-Bürgermeister braucht nicht glauben, dass wir immer und automatisch die Hände heben.“
Schindler

Nach der ÖVP, den Grünen und Freiheitlichen stand diesmal SPÖ-Stadtrat Christian Worlicek im Rahmen der NÖN-Sommergespräche Rede und Antwort.

NÖN: Sie werden als Gänserndorfer SP-Spitzenkandidat für die Gemeinderatswahl 2020 gehandelt. Können Sie das bestätigen?

Worlicek: Nein, das kann ich nicht.

Wie ist die Stimmung innerhalb der Partei bzw. Fraktion? Hat man den Verlust des Bürgermeistersessels bereits verkraftet?

Worlicek: Die Stimmung bei uns ist gut. Wir haben natürlich auch verkraftet, dass wir nicht mehr den Bürgermeister stellen.

Sie sind als Stadtrat für öffentliche Einrichtungen unter anderem auch für das Gänserndorfer Hallenbad zuständig. Wie ist dort der Stand der Dinge?

Worlicek: Unverändert. Diese Woche ist die nächste Projekt-Sitzung zur Ausschreibung der Abbruch- und Neubauarbeiten, bei der ich auch anwesend sein werde.

Welche Projekte sind Ihnen persönlich wichtig bzw. verfolgen Sie gerade?

Worlicek: In erster Linie natürlich das Bad, da gibt es noch genug Arbeit. Wichtig ist mir auch die Neugestaltung bzw. Verschönerung der Friedhofserweiterung.

Die SPÖ stimmt zeitweise gegen die ÖVP-Bürgermeisterpartei und verhindert dadurch Beschlüsse, wie zuletzt bei der Neubepflanzung der Hauptstraße. Die VP bezeichnet dies als parteipolitisch motiviertes, taktisches Stimmverhalten. Was sagen Sie dazu?

Worlicek: Es geht in erster Linie darum, dass wichtige Informationen zu einem jeweiligen Thema gar nicht oder erst sehr spät von der ÖVP vorgelegt werden, wie zum Beispiel bei der Neubepflanzung der Hauptstraße. Da war auch zum Zeitpunkt der Stadtratssitzung nichts im Akt und auch die Kollegen im Ausschuss konnten dazu nichts sagen.

Unser Abstimmungsverhalten hat – im Normalfall – nichts mit parteipolitisch motiviertem Stimmverhalten zu tun. Auch wenn der VP-Bürgermeister über eine blau-schwarz-grüne Mehrheit verfügt, braucht er nicht glauben, dass damit auch wir Sozialdemokraten immer und automatisch die Hände heben – nur weil eben der Bürgermeister den Antrag gestellt hat und der Bürgermeister der Bürgermeister ist.