Ausraster nach Match bringt Gefängnisticket. Für turbulente Szenen sorgte Orther (34) bei Fußballturnier: Er schlägt Freund und geht dann auf die alarmierten Polizisten los.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 12. September 2018 (04:38)
Symbolbild
APA

„Nach einem wüsten Wortwechsel hat er ihm eine verpasst. Wenn ich so einen Faustschlag bekomme, stehe ich nicht mehr auf“, schildert ein Zeuge jene Gewaltszene, die sich am 16. Juni dieses Jahres am Fußballplatz in Gänserndorf vor seinen Augen abgespielt hat (die NÖN berichtete).

Das Opfer selbst, ein 30-jähriger Weinviertler, spielt vor Gericht den Vorfall herunter. Er persönlich habe keinen Schlag wahrgenommen, beteuert er und will Äußerungen wie „I hau da glei no ane eine!“, und „I hau da den Schädel ein!“, nicht als Drohungen verstanden haben. „Wir sind Freunde und ich bin ihm auf die Nerven gegangen“, ergeht sich der 30-Jährige in Schuldzuweisungen an sich selbst.

Angklagter vor Gericht: „Ich war halt betrunken“

Bevor sich der Weinviertler zu einer offensichtlichen Gefälligkeitsaussage versteigt, bremst ihn Richter Manfred Hohenecker, an die Wahrheitspflicht mahnend, ein. Dann will er hören, was der angeklagte Orther zu sagen hat. Der 34-Jährige will nichts mehr wissen und beteuert: „Ich war halt betrunken.“

Die alarmierten Beamten können aber ein Lied davon singen, dass der Orther sehr aggressiv war und die Fäuste spielen ließ: „Er ließ nicht mit sich reden und ging auf uns los. Er widersetzte sich und schlug und trat auf uns ein“, schildert ein Beamter, der bei der Amtshandlung eine Knieverletzung erlitt.

Für den mehrfach einschlägig vorbestraften Orther gibt es kein Pardon: Es setzt 18 Monate Gefängnis. Rechtskräftig.