Parkstrafe: Lenkerin schaltete Anwalt ein. Ebenthalerin fühlt sich weiterhin von „Park-Sheriff“ zu Unrecht beschuldigt und spricht von Verwechslung und Schikane.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 03. November 2016 (04:57)
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Wie berichtet, bekam die Frau, die ihr Auto in der Kurzparkzone auf der Bahnstraße abgestellt hatte, eine Organstrafverfügung.
Knotz

Der Streit zwischen einer Ebenthalerin (Name der Redaktion bekannt) und einem Gänserndorfer „Park-Sheriff“ geht in die nächste Runde. Wie die NÖN berichtete, bekam die Frau, die ihr Auto in der Kurzparkzone auf der Bahnstraße abgestellt hatte, eine Organstrafverfügung. Sie soll die Parkuhr verbotenerweise nachgestellt haben. Die Ebenthalerin wiederum schwört Stein und Bein, dass sie zum angeblichen „Tatzeitpunkt“ mit ihrem Wagen gar nicht in Gänserndorf war und sie dafür Zeugen hat.

Der „Park-Sheriff“ seinerseits, er ist übrigens der Chef der Parkraumüberwachungs-Firma, erklärt, dass er Beweisfotos von der Verwaltungsübertretung der besagten Lenkerin habe. Auf NÖN-Anfrage, ob er diese vorlegen könne, winkt er ab: „Das darf ich aus Datenschutzgründen nicht.“ Hätte die Frau die 25-Euro-Strafe nicht bezahlt, hätte sie eine Anzeige erhalten, diese beeinspruchen können und alle Beweise wären auf den Tisch gelegt worden. „Auch ihre eigenen“, so der „Park-Sheriff“.

„Ich lasse mir diese Anschuldigungen nicht mehr gefallen.“

Dazu könnte es nun tatsächlich noch kommen. Die Ebenthalerin hat die Angelegenheit jetzt nämlich ihrem Anwalt übergeben: „Ich lasse mir diese Anschuldigungen nicht mehr gefallen.“ Der „Park-Sheriff“ behauptet auch, dass er persönlich vor Ort mit ihr debattiert habe und dass bekannt sei, dass sie immer dort parkt, weil sie beim Hilfswerk arbeite.

Dazu die Lenkerin: „Ich habe mit diesem Mann noch nie in meinem Leben gesprochen und ich bin auch nicht für das Hilfswerk tätig. Es kann sich nur um eine Verwechslung handeln. Das Ganze artet auf jeden Fall zu einer Schikane aus.“