Quiz-Queen holte sich 30.000 Euro. Gänserndorferin (51) kurvte mit kühlem Kopf durch den Fragen-Parcours. Der NÖN erzählt sie von ihrem Husarenstück.

Von Manuel Mattes. Erstellt am 02. Juli 2020 (04:47)
Gerlinde Zimmer schaffte es in Armin Assingers „Millionenshow“ auf den heißen Stuhl und ging mit 30.000Euro nach Hause.
ORF/

Sie kann bereits auf Erfolge bei TV-Quizshows verweisen, vor wenigen Wochen landete Gerlinde Zimmer (51), die im Gänserndorfer Pflege- und Betreuungszentrum als Heimhilfe arbeitet, allerdings ihren bislang größten Coup: Sie schaffte es in Armin Assingers „Millionenshow“ auf den heißen Stuhl, kämpfte sich mit Wissen sowie ein wenig Glück durch den Fragen-Dschungel und kann sich nun über die stolze Summe von 30.000 Euro freuen.

Der NÖN erzählte Zimmer unter anderem über ihre spannenden Minuten bei der Aufzeichnung der Sendung in Köln und darüber, ob die Fragen zu Hause auf der Couch wirklich um so vieles leichter sind als live im TV-Studio.

NÖN: Wie kam es eigentlich zu Ihrer Teilnahme an der Millionenshow?

Zimmer: Ich war immer schon ein großer Fan von TV-Quizshows und habe auch schon an ähnlichen Formaten teilgenommen. Ganz zu Beginn der Millionenshow-Ära, als sie noch von Rainhard Fendrich moderiert wurde, hatte ich es bereits probiert. Jetzt klappte es dann direkt.

Wie wird man eigentlich Kandidat?

Zimmer: Dazu gehört Wissen, aber auch viel Glück. Zuerst beantwortet man online eine Frage und gibt seine Kontaktdaten an. Anschließend wird man – wenn man Glück hat – angerufen und muss am Telefon weitere Fragen beantworten und Privates erzählen. Wenn man eine Runde weiterkommt, erfolgt wieder eine telefonische Kontaktaufnahme. Dabei muss man sich erneut Fragen stellen – das Format ähnelt dann schon sehr der „echten“ Millionenshow. Man wird aufgefordert, seine Gedanken und Entscheidungsgründe zu erklären. Auch diese Runde meisterte ich gut – kurze Zeit später kam dann der Anruf, dass ich bei der Aufzeichnung dabei bin.

Wurde die Aufzeichnung der Sendung durch das Coronavirus beeinflusst?

Zimmer: Ja, der ursprüngliche Aufzeichnungstermin in Köln wäre der 31. März gewesen. Dieser entfiel aber und schließlich war es dann am 8. Juni so weit. Vor dem Abflug nach Köln wurden wir alle im ORF-Zentrum in Wien noch auf Corona getestet.

Wen nahmen Sie als Begleitperson mit?

Zimmer: Eine gute Freundin. Den Begleitpersonen kam aufgrund des Coronavirus eine wichtigere Rolle als sonst zu. Da es ja momentan bei den Aufzeichnungen kein Publikum gibt, bestand der Publikumsjoker darin, dass ich meine Bekannte um Rat fragen durfte. Sie hat die Aufgabe wirklich toll gemeistert.

Sie schafften es tatsächlich in die Mitte und meisterten elf Fragen souverän. Ist es zu Hause auf der Couch wirklich so viel einfacher als am heißen Stuhl?

Zimmer: Natürlich ist es zu Hause einfacher, aber die Nervosität hält sich in Grenzen, weil man doch sehr fokussiert ist. Erst, wenn man dann bei einer Frage zu zweifeln beginnt, wird einem bewusst, dass es doch um große Summen geht.

Sie waren ganz nahe daran, auch die zwölfte Frage, eine Geografie-Frage, richtig zu beantworten. Ärgert man sich dann nachher, dass man das Risiko nicht eingegangen ist?

Zimmer: Vielleicht ärgert man sich ganz kurz und denkt sich, dass man die Antwort eigentlich wissen hätte müssen. Aber dann überwiegt sofort wieder die Freude über den Gewinn.

Wie fielen die Reaktionen der Arbeitskollegen und Familie aus?

Zimmer: Sehr positiv. Auch viele Heimbewohner und natürlich auch Direktorin Ursula Streicher gratulierten mir von ganzem Herzen.

Was werden Sie mit den 30.000 Euro machen?

Zimmer: Ich bin seit wenigen Wochen Oma. Da ist sicher etwas fürs Enkerl drinnen. Außerdem wird das Schlafzimmer renoviert, da müssen wir diesmal nicht aufs Geld schauen.