Schüler dealten mit Pillen: Drei Burschen angezeigt. Drei Burschen handelten in Lehranstalt mit Aufputschmitteln. Polizei erhielt Hinweis und schritt ein. Sie appelliert jetzt an alle Eltern: „Bitte keine Tabletten herumliegen lassen.“

Von Thomas Schindler. Erstellt am 08. Mai 2019 (06:03)
Symbolfoto: Shutterstock/Syda Productions
Drei Jugendliche wollten mit dem Verkauf von Tabletten das schnelle Geld machen.

Vergangene Woche kam es in einer Gänserndorfer Schule zu einer Drogenrazzia. Gerald Reichl, Chef der Kriminaldienstgruppe des Bezirks, erinnert sich: „Wir hatten den Hinweis erhalten, dass dort gedealt wird.“ Sofort rückte die Polizei aus, um der Sache auf den Grund zu gehen. Schließlich konnten drei Burschen ausgeforscht werden, die offenbar mit Aufputschmitteln gehandelt hatten. Sie wurden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Was den Jugendlichen schulintern droht, wollte die Direktion vorerst nicht sagen.

Reichl: „Es wird sich nie verhindern lassen, dass in Schulen mit Drogen gedealt wird. Das war früher schon so und wird auch künftig so sein.“ Trotzdem appelliert der Chefinspektor an alle Eltern, dass sie keine Tabletten – vor allem Psychopharmaka – offen herumliegen lassen: „Die Kinder wissen, was die Tabletten bewirken, und wollen mit ihnen das schnelle Geld machen.“ Welche illegalen Drogen werden im Bezirk eigentlich am meisten konsumiert? Reichl: „Crystal Meth und Marihuana.“ Übrigens: Während der Konsum rechtlich kaum Konsequenzen hat, sieht es beim Dealen natürlich ganz anders aus.