Bus steht am Wunschzettel der „Elterninitiative KIN“. Spezielles Fahrzeug wird dringend benötigt, damit körperlich schwer eingeschränkte junge Menschen in Gänserndorf auch Ausflüge machen können. Noch fehlen etwa 35.000 Euro.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 18. Februar 2021 (04:49)
Die jungen Menschen mit Unterstützungsbedarf fühlen sich in Gänserndorf-Süd wohl. Das Einzige, das fehlt, ist ein Bus, mit dem sie auch Ausflüge machen könnten.
Elterninitiative KIN

KIN steht für konduktiv, inklusiv und natürlich – aber auch für den englischen Ausdruck Familie, Sippe. Vor allem ist KIN eine Vorzeige-Initiative: eine lebendige Gemeinschaft – aktuell – 13 junger, teils körperlich schwer eingeschränkter Menschen mit Unterstützungsbedarf, die ein eigenständiges Leben führen wollen.

All das wird seit 2019 im „KIN Gänserndorf“ auf einem Grundstück in Gänserndorf-Süd, das die Helga-Keil-Bastendorff-Stiftung zur Verfügung gestellt hat, geboten. Trägerverein ist die ITA GmbH, die sich bemüht, für die Bewohner auch mittels Musik- und Kunstnachmittagen einen abwechslungsreichen Alltag gestalten zu können.

Der Standort im Grünen mit Pferderanch und Bio-Landwirtschaft sei „einerseits Segen, andererseits Fluch“, macht Thomas Pendl, einer der Leiter der Betreuungseinrichtung, deutlich. Von einer guten öffentlichen Anbindung sei man weit entfernt, Ausflüge seien nur langfristig planbar. Immerhin spreche man von insgesamt sieben Rollstuhlfahrern in der Tagesstruktur und der Wohngemeinschaft. Derzeit könne man zwei Rollstuhlfahrer gleichzeitig im VW-Bus transportieren.

Deshalb hat die „Elterninitiative KIN“ eine Spendenaktion für den Ankauf eines speziellen Busses gestartet. Etwa 50.000 Euro müssen für das gewünschte Fahrzeug aufgebracht werden, knapp 15.000 Euro sind zur Freude der Verantwortlichen schon am Konto. Sanya Gurung, Schwester von Maya, einer Klientin der ersten Stunde, und Jorick Buurstra haben ein Video gedreht, in dem man alles Wissenswerte über die Initiative erfährt. Mehr dazu im Internet unter Kinwirdmobil.at .