Dickes Minus vor Eröffnung für Erlebnispark. Mit einem Monat Verspätung öffnete die Freizeitanlage in Gänserndorf-Süd – coronabedingt vorerst ohne Gastronomie.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 06. Mai 2020 (04:53)
Der Gänserndorfer Erlebnispark, der am Freitag eröffnete, war gut besucht, berichtet Geschäftsführer Werner Angerer. Im Bild: die Gäste Paul Resch, Walter Koch und Robert Schönauer (v.l.) beim Bogenschießen.
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Seit Freitag, 1. Mai, hat der beliebte Erlebnispark wieder geöffnet – einen Monat später als ursprünglich geplant. Wie schwer die Coronakrise der Gänserndorfer Freizeitstätte zugesetzt hat, wissen die beiden Geschäftsführer Werner und Christian Angerer: „Wir müssen jetzt schon ein Minus in der Höhe von 80.000 bis 100.000 Euro verzeichnen.“

Grund: Alle Schulen und Firmen haben ihre diesjährigen Buchungen im Erlebnispark coronabedingt storniert. „Trotzdem werden wir das Ganze vermutlich mit einem hellblauen Auge überleben“, bleibt Werner Angerer optimistisch: „Vielleicht profitieren wir auch davon, dass die Österreicher ihren Urlaub heuer im eigenen Land verbringen.“

„Leute gieren schon danach, sich im Freien zu bewegen“

Zurück zum Tagesgeschäft: Seit Freitag ist der Park in Betrieb. „Wir bieten Bogenschießen, Klettern und die anderen Attraktionen an. Nur die Gastronomie muss noch warten. Diese eröffnet am 15. Mai“, betont Werner Angerer.

Wie sieht es mit der Maskenpflicht aus? „Überall dort, wo Kunden und Mitarbeiter eng zusammenkommen und den Sicherheitsabstand nicht wahren können, müssen Masken getragen werden.“

Auch was den Imbissstand am Gelände betrifft, gebe es bereits einen Sicherheitsplan: Die Kunden bestellen ihr Essen und wenn dieses fertig ist, werden sie einzeln und hintereinander aufgerufen. „So vermeiden wir Menschenansammlungen.“

Rechnet Angerer mit zahlreichen Besuchern in dieser Saison? „Eigentlich schon. Ich wohne ja in Gänserndorf-Süd und sehe dort ungewöhnlich viele Menschen, die spazieren gehen. Die Leute gieren schon danach, sich im Freien zu bewegen.“ Und sie wissen auch, dass die Ansteckungsgefahr im Freien wesentlich geringer ist als in geschlossenen Räumen, so Angerer.