Gänserndorf-Süd: Lkw im Visier der Gemeinde . Lkw-Lenker verwenden Fuchsenwaldstraße als „Abschneider“ – zum Ärger der Anrainer.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 16. Juli 2020 (03:16)
VP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Halwachs: „Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass der Lkw-Verkehr auf die rechtlich erlaubten Fahrten reduziert wird und dass die Lkw-Lenker nicht durch das Siedlungsgebiet rasen.“
Gemeinde

„In letzter Zeit mehren sich die Beschwerden von Anrainern, dass Lkw mit überhöhter Geschwindigkeit die Fuchsenwaldstraße befahren“, berichtet VP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Halwachs. Es sei bereits auch zu Beschädigungen des Straßenbanketts gekommen. Die Gemeinde ersucht nun die Polizei, den Bereich verstärkt zu kontrollieren.

Zur Erklärung: In der Fuchsenwaldstraße besteht ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, ausgenommen sind Linienbusse, landwirtschaftliche Fahrzeuge und der Zubringerverkehr. „Die Straße verläuft durch Siedlungsgebiet und viele Anrainer benützen den Weg, um mit ihren Kindern und Hunden im angrenzenden Wald spazieren zu gehen“, weiß Halwachs.

Durch die derzeitige Bautätigkeit in diesem Bereich – es werden mehrere private Einfamilienhäuser errichtet – gebe es verständlicherweise auch „legalen“ Lkw-Zubringerverkehr, so der Stadtrat: „Es kann aber nicht sein, dass einige Lenker einfach aufs Gaspedal steigen und rücksichtslos diese Straße befahren – und das schon in den frühen Morgenstunden.“

Halwachs weist auch darauf hin, dass Lkw-Lenker die Fuchsenwaldstraße rechtswidrig als „Abkürzer“ für Fahrten zwischen der Neusiedler Straße und der Siebenbrunner Straße bzw. Umfahrungsstraße verwenden: „Das geht gar nicht. Deshalb haben wir die Polizei gebeten, hier zu kontrollieren.“ Das sollte auch nicht schwierig sein: „Man braucht den Lkw-Lenker nur nach dem Lieferschein fragen. Wenn dort eine ganz andere Adresse oben steht, war er auf der Fuchsenwalstraße illegal unterwegs.“