Strasshoferin fordert: „Radwege gehören her!“. Strasshoferin fordert, dass in Gänserndorf-Süd Radwege gebaut werden. Gemeinde erklärt, dass dies aufgrund von Fehlern in der Vergangenheit nicht so leicht möglich sei.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 17. Februar 2021 (03:36)
Nicht nur die Verkehrsinseln in der Oed-Aigenstraße in Gänserndorf-Süd stoßen einer Strasshoferin sauer auf.
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Die vor dem Jahreswechsel errichteten Verkehrsinseln in der Oed-Aigenstraße sind der Strasshoferin Maria Fucek ein gewaltiger Dorn im Auge. Sie hat sich bereits bei der Gemeinde Gänserndorf beschwert: „Die Verkehrsinseln sind nichts anderes als eine Schikane.“

Fucek meint, dass es sich bei der Oed-Aigenstraße um eine ruhige Strecke handelt, die gern zum Spazierengehen oder auch zum Einkaufen benutzt wird: „Anscheinend erwartet die Gemeinde, dass dies jeder Mensch mit dem Auto tut. Offenbar sind Fußgänger und Radfahrer Menschen zweiter Klasse.“

Das Marchfeld sei so flach, dass man jede Erledigung zu Fuß oder mit dem Rad durchführen könne, so die Strasshoferin: „Nur sollte dies auch sicher sein.“ Die Neusiedler Straße zum Beispiel führe von der Gänserndorfer Lidl-Filiale bis zur Hochwaldstraße in Gänserndorf-Süd: „Hier fehlt ebenfalls ein Rad- bzw. Gehweg. Die Autos und Lkw rasen an einem vorbei – das ist lebensgefährlich.“

Fucek schrieb schon im Juli 2009 an das Land NÖ: „Damals wurde die Kampagne RADLAND Niederösterreich beworben. Mir wurde erklärt, dass die EU sogenannte Alltags-Radwege fördert. Die Gemeinden müssten nur einreichen. In Wahrheit ist in den elf Jahren nichts, aber auch gar nichts geschehen.“

Stadtrat Halwachs: „Wollen Radwegekonzept in den nächsten Jahren umsetzen.“
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ÖVP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Halwachs widerspricht: „Wir arbeiten sehr wohl an einem Ausbau des Radwegenetzes – gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den betroffenen Nachbargemeinden. Das bereits erstellte Radwegekonzept wollen wir in den nächsten Jahren umsetzen.“ Gerade in Gänserndorf-Süd seien die Voraussetzungen jedoch schwierig.

Warum? Weil bei der Errichtung der Straßen vor vielen Jahren nicht für die erforderliche Entwässerung gesorgt wurde: „Die Nebenflächen können daher nicht für einen Geh- oder Radweg verwendet werden, da sie als Versickerungsflächen benötigt werden.“ Aus diesem Grund werde Fuceks Wunschliste auch in zehn Jahren noch nicht erfüllt sein, so Halwachs.

Es sei auch Faktum, dass es in Gänserndorf-Süd bis vor drei Jahren keinen Spar-Markt, keine Volksschule und keine Umfahrungsstraße gab. Halwachs zu den Verkehrsinseln in der Oed-Aigenstraße: „Sie erfüllen absolut ihren Zweck der Verkehrsberuhigung. Und das überwiegende Feedback ist positiv.“ Die Straße sei im Übrigen nicht ruhig, sondern stark befahren.