Umfahrung Süd: Trasse nimmt Formen an. Östlich der Siebenbrunner Straße – etwas verdeckt durch den Wald – wird fleißig gearbeitet: Lkw bringen Berge von Aushubmaterial für Unterbau der künftigen Fahrbahn.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 08. September 2018 (04:47)
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Umfahrung Gänserndorf Süd
Schindler

Im Juli ging der Spatenstich über die Bühne, im kommenden Juni soll sie bereits fertig sein: Die 3,3 Kilometer lange Umfahrung Gänserndorf-Süd, die auch gleichzeitig als Zubringer zur geplanten Marchfeld-Schnellstraße S8 fungieren wird. Die NÖN überzeugte sich bei einem Lokalaugenschein vom Fortschritt der Bauarbeiten.

Und der kann sich sehen lassen. Auf der Trasse, die parallel zur Siebenbrunner Straße (L9) verläuft, befinden sich riesige Berge an Aushubmaterial. Diese werden im Minutentakt von schweren Lkw herangekarrt und dienen als Unterbau für den späteren Asphaltbelag. Damit es nach dem Abladen nicht zu sehr staubt, wird das Material sofort mit Wasser „gegossen“. Finanziert wird die Umfahrung zur Gänze vom Land NÖ.

4,9 Millionen Euro kostet das Projekt. Die Arbeiten beinhalten neben dem Straßenbau auch die Errichtung zweier Brücken, diverser Einbauten und eines Lärmschutzdammes. Letzterer wird 1,7 Kilometer lang und bis zu vier Meter hoch. „Die Straße bringt eine Verkehrsentlastung sowie mehr Sicherheit für Gänserndorf-Süd“, heißt es vonseiten der Landes.

Derzeit rollen täglich 5.500 Fahrzeuge über die Siebenbrunner Straße. Auf der neuen Süd-Umfahrung mit S8, aber ohne Gänserndorfer B8-Umfahrung (Abschnitt Ost) werden es 8.000 sein. Rechnen die Verkehrsexperten S8 und B8-Umfahrung ein, kommen sie auf 16.000 Fahrzeuge täglich.

Zur Erklärung: Der Abschnitt Ost (4,1 Kilometer lang) beginnt im Osten der Stadt mit einem Kreisverkehr, verläuft dann südlich, später westlich und mündet schließlich in die L9.