Von Bäumen blieb nur Gerippe - Anrainer empört. Holzriesen wurden bis zur Unkenntlichkeit gestutzt. Gemeinde bedauert Eigenregie der Gärtner.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 20. Mai 2020 (05:15)
Kein schöner Anblick: Die zurückgestutzten Bäume in der Waldheimstraße. Zum Glück wachsen sie wieder nach.
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Aufregung herrscht derzeit in der Waldheimstraße. Grund: Die Gemeinde ließ die Bäume neben der Straße radikal zurückschneiden. Die Anrainer sind sauer: „Nicht nur, dass das Ganze optisch eine Katastrophe ist, auch die Jungvögel sind nun in Gefahr.“ Diese können sich jetzt nicht mehr zwischen den Ästen verstecken.

War es wirklich notwendig, die Bäume derart zu stutzen, dass nur noch ein Gerippe übrig blieb? „Nein. Das war so nie beabsichtigt. Da ist leider ein Fehler passiert“, gibt der zuständige VP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Halwachs im NÖN-Gespräch zu.

VP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Halwachs: „Das war so nie beabsichtigt.“
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Wie kam es dann zu diesem Missgeschick? Halwachs: „Die besagten Bäume müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden – unter anderem auch, damit der Autobus dort ungehindert fahren kann.“ So rückten die gemeindeeigenen Gärtner in Eigenregie mit ihren Motorsägen aus.

Gärtner werden noch einmal richtig geschult

Sie wollten besonders gründlich arbeiten und ließen von den mächtigen Bäumen nur noch die Stämme stehen. Halwachs: „Nachdem wir davon gehört hatten, ließen wir die Arbeiten sofort stoppen.“ Jetzt werden die Gärtner noch einmal richtig geschult. Die beste Zeit für den Rückschnitt dieser Bäume ist übrigens der Oktober, hat sich Halwachs erkundigt.

Warum fallen die Bäume eigentlich in das Ressort des Verkehrsstadtrats? „Nur jene, die sich neben einer Straße befinden. Die, die im Wald stehen, gehören zum Ressort von VP-Umweltstadtrat Mathias Bratengeyer“, erklärt Halwachs abschließend.