Gänserndorf

Erstellt am 12. Januar 2017, 02:06

von Thomas Schindler

Tennishalle: Gastwirt gab Service ab. Restaurant-Betreiber Martin Broser zog sich aus „Sport & Freizeit Center Stindl“ zurück. Jetzt kümmern sich die Hallenbesitzer selbst um die Gastronomie: „Kleine Speisekarte.“

Die Geschäftsführer der Sporthalle: Thomas Stindl und seine Lebensgefährtin Petra Semmelweis.  |  Schindler

Im Oktober 2016 eröffneten Thomas Stindl und seine Lebensgefährtin Petra Semmelweis ihre Sporthalle in der Gänserndorfer Industriestraße. Den Restaurant-Betrieb managte Café-Plazebo-Chef Martin Broser. Wie jetzt bekannt wurde, ist die Kooperation seit 1. Dezember Geschichte.

Broser und Semmelweis betonen im NÖN-Gespräch, dass man sich einvernehmlich trennte. Warum? Broser: „Das Konzept, das ich mir mit meinem Personal vorgestellt hatte, ging leider nicht auf.“ Diese kryptische Formulierung kann eigentlich nur bedeuten, dass sich der Gastwirt offenbar mehr Geschäft bzw. höhere Umsätze erwartete.

„Die Kunden werden immer mehr. Wir sind mit der Entwicklung auf jeden Fall zufrieden.“

Petra Semmelweis, Geschäftsführerin

Fix ist auf jeden Fall, dass sich die Hallenbesitzer jetzt selbst um die Gastronomie kümmern. Semmelweis erklärt: „Dafür haben wir zwei Mitarbeiter angestellt. Es gibt eine kleine Speisekarte sowie Kaffee und Getränke, darunter auch Bier vom Fass. Für uns ist die neue Situation eigentlich kein Nachteil.“ Und weiter: „Mir war es immer wichtig, dass die Gäste nicht mit Automaten abgespeist werden. Bei uns soll man sich schließlich wohlfühlen.“

War es ein Fehler, gleich zu Beginn des Hallenbetriebs mit einer vollwertigen Gastronomie aufzufahren? Semmelweis: „Das war die Idee des Pächters. Es stimmt natürlich, dass die Halle Zeit braucht, um noch bekannter zu werden.“ Die Anlage sei auch schwierig zu finden: „Es fehlen noch Hinweisschilder und die Freischaltung der Adresse in den Auto-Navigationsgeräten.“ Grundsätzlich sind die Geschäftsführer mit der Auslastung der Halle sehr zufrieden. Semmelweis: „Die Kunden werden immer mehr.“