Tierquälerei: Hund bei 31 Grad in Auto gesperrt

Erstellt am 10. August 2022 | 04:02
Lesezeit: 2 Min
Auch wenn die Fenster einen Spalt geöffnet waren, ist dies im heißen Sommer Tierquälerei.
Auch wenn die Fenster einen Spalt geöffnet waren, ist dies im heißen Sommer Tierquälerei.
Foto: privat
Bei brütender Hitze musste Vierbeiner im Wagen vor Supermarkt warten.
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Was hat sich dieses Herrl oder Frauerl eigentlich dabei gedacht? Er/sie ließ den eigenen Hund im Auto vor dem Hofer-Diskonter in der Protteser Straße sitzen, um gemütlich einkaufen zu können. Haken an der Sache: Das Thermometer zeigte an diesem heißen Nachmittag 31 Grad an. Dazu kommt noch, dass der Wagen ohne Berechtigungskarte auf einem Behindertenparkplatz abgestellt worden war.

„Dass ein Auto ohne Genehmigung am Behindertenparkplatz steht, kann ja theoretisch auf den Mangel zur Bereitschaft der Einhaltung geltender Gesetze zurückzuführen sein. Dass man aber einen Hund, wenn auch mit leicht geöffneten Fenstern, im Auto warten lässt, ist eine Frechheit“, ärgerte sich ein Passant (Name der Redaktion bekannt), der die Situation gleich fotografisch festhielt.

Wir haben bereits ein Verfahren eingeleitet.“ Martin Steinhauser Bezirkshauptmann

Was sagt die Bezirkshauptmannschaft zu diesem Fall? Bezirkshauptmann Martin Steinhauser erklärt im NÖN-Gespräch: „Wir haben bereits ein Verfahren gegen den Fahrzeughalter eingeleitet. Es besteht der Verdacht, dass hier eine Verwaltungsübertretung nach dem Tierschutzgesetz und der Straßenverkehrsordnung begangen wurde.“

Es sei verboten, kleine Kinder, vulnerable Personen und Tiere in überhitzten Autos zurückzulassen. Dem Schuldigen droht eine Geldstrafe im vierstelligen Euro-Bereich. Dazu kommt eine Strafe im dreistelligen Euro-Bereich für das unrechtmäßige Benützen eines Behindertenparkplatzes.

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