Trauriges Jubiläum: Es war einmal der Safaripark. Vor genau 15 Jahren schlitterte die Gänserndorfer Vergnügungseinrichtung in den Konkurs. Heute erinnert nichts mehr an das beliebte Ausflugziel der Ostösterreicher.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 16. Januar 2019 (05:09)
Kurz nach dem Konkurs des Safariparks verfiel die Anlage. Auch dieses Eingangsportal ist längst verschwunden.
Schindler

14. Jänner 2004: Die Geschäftsführung des Safariparks Gänserndorf meldet Konkurs an. Ein dem Land Niederösterreich vorgelegtes Sanierungskonzept wurde abgelehnt. Dies war das Ende einer Institution, die weit über die Grenzen der Stadt Gänserndorf, des Landes NÖ und sogar des Staates Österreich bekannt war.

Misswirtschaft, fehlende Attraktivierungs-Maßnahmen und der Umstand, dass man Löwen, Elefanten und Giraffen mittlerweile „live“ im günstigen Afrika-Urlaub sehen konnte, führten zum Besucherrückgang und schließlich zum finanziellen Desaster, von dem sich der Safaripark, der seit 1972 bestand, nicht mehr erholen sollte.

Die letzten verbliebenen Löwen wurden zwischen 2007 und 2009 vom Verein „Vier Pfoten“ in ein südafrikanisches Tierreservat gebracht. 2011 pachteten die Gebrüder Angerer einen Teil des verwaisten Geländes und errichteten dort einen Erlebnispark mit Kletterparcours, Bogenschießen und diversen anderen Attraktionen. Das ebenfalls am Safaripark-Areal befindliche Affenhaus wird wiederum vom Gut Aiderbichl betrieben.

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