Weltneuheit: Park&Pray-Platz eröffnet. Vor der Gänserndorfer Stadtpfarrkirche wurde der allererste Park&Pray-Platz eröffnet. Hier können Lenker ihr Fahrzeug für ein kurzes Gebet oder zum Stille-Tanken abstellen.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 28. September 2018 (05:07)
Schindler
Pfarrgemeinderätin Ingeborg Perlega, Hubert Berthold, Nikolaus Haselsteiner (Projektleiter „Offene Kirche“), VP-Kulturstadträtin Christine Beck, Pfarrer Helmut Klauninger, Diakon Walter Friedreich, VP-Bürgermeister René Lobner und VP-Verkehrsstadtrat Manfred Trost (v.l.) bei der Eröffnung des Park&Pray-Platzes.

Für eilige Beter bietet die Stadtpfarrkirche seit Mittwoch ein neues Service: Den sogenannten Park&Pray-Platz. Er ist weltweit der erste seiner Art. Eröffnet wurde er gemeinsam von Pfarrer Helmut Klauninger und VP-Bürgermeister René Lobner. Wer mit seinem Smartphone den QR-Code von der Hinweistafel des Stellplatzes einscannt, bekommt auch gleich die passenden Gebetstexte auf sein Handy.

Der Name ist Programm, wie der Stadtpfarrer erklärt: „Einparken, kurz stehen bleiben für ein Gespräch mit Gott – in der Kirche oder auch im Auto. Und wenn einmal vielleicht wirklich die Worte fehlen, dann kann es guttun, einfach einen Moment in der Stille der Kirche zu verweilen.“ Diese Stille könnte eine Tankstelle für die Seele sein – mitten im Trubel der Arbeitswelt: „Eben eine Tank.Stille“, so Klauninger.

Mit dem Kirchentüren-Öffnungsprojekt Park&Pray startet die Erzdiözese Wien eine Bewusstseins-Kampagne für den Wert ruhiger Zeit in offenen Kirchen. „Egal, ob am Weg zum Großeinkauf, nach Hause von der Arbeit oder einfach nur auf der Durchreise – der Stellplatz ermöglicht es, einen Stopp bei der Kirche zu machen und die Seele neu aufzutanken“, laden die Verantwortlichen der Erzdiözese Wien ein, sich ein wenig Ruhe und Besinnung zu gönnen sowie die nötige Stärkung für den Tag zu sichern.

Kirche ist nun jeden Tag 12 Stunden geöffnet

Die Gänserndorfer Kirche ist nun auch 365 Tage im Jahr, mindestens zwölf Stunden täglich geöffnet, freut sich Klauninger. Haben dadurch nicht Diebe leichtes Spiel? „Nein. Denn je mehr Menschen drinnen beten, desto weniger haben Kriminelle die Möglichkeit, etwas zu stehlen“, ist Nikolaus Haselsteiner, Projektleiter „Offene Kirche“ überzeugt.

Zufrieden mit dem neuen Park&Pray-Platz zeigte sich auch Lobner: „Das ist ein tolles Projekt, das gut zu unserer schnell wachsenden Stadt passt.“ Klauninger streut der Bürgermeister Rosen: „Er ist ein innovativer Pfarrer, der sich dem neumodischen Zeug nicht verwehrt.“