Wilder Streit wegen Parkstrafe. Sie soll ihr Auto auf der Bahnstraße geparkt haben und die Parkuhr verbotenerweise nachgestellt haben: „Zu diesem Zeitpunkt war ich gar nicht in Gänserndorf.“

Von Thomas Schindler. Erstellt am 26. Oktober 2016 (05:01)
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War die Parkstrafe jetzt gerechtfertigt oder nicht? Es steht Aussage gegen Aussage.

Eine Ebenthalerin (Name der Redaktion bekannt), die ihr Auto vergangene Woche auf der Bahnstraße abstellte, ist mehr als sauer. Grund: Sie bekam eine Organstrafverfügung, weil sie die Parkuhr verbotenerweise nachgestellt haben soll – obwohl die Frau eigenen Aussagen nach beweisen kann, dass sie zum „Tatzeitpunkt“ gar nicht in der Bezirkshauptstadt war.

Die Fahrzeuglenkerin erinnert sich im NÖN-Gespräch: „Ich hatte mein Haus gegen 8.30 Uhr verlassen, weil ich um 9.15 Uhr einen Termin beim Zahnarzt in Deutsch-Wagram hatte. Von dort fuhr ich dann nach Gänserndorf, wo ich meinen Wagen um 10.15 Uhr auf der Bahnstraße parkte.“ Die Ebenthalerin absolvierte eine Fitness-Stunde bei Mrs. Sporty.

25 Euro Strafe

Um 11.15 Uhr war sie bei ihrem Auto, hinter dem Scheibenwischer klemmte bereits der Strafzettel. 25 Euro sollte die Frau bezahlen. Das angegebene Delikt: Nachstellen der Parkuhr. Der „Park-Sheriff“ habe den Wagen nämlich schon um 8 Uhr an dieser Stelle gesehen und ein zweites Mal um 10.45 Uhr. „Das ist lächerlich. 10.45 Uhr stimmt natürlich, da war ich bei Mrs. Sporty. Um 8 Uhr stand mein Auto aber noch in meiner Garage in Ebenthal.“

Beweisfoto vorhanden

Bei der Parkraumüberwachungs-Firma hat man den Fall ganz anders in Erinnerung. Der betroffene „Park-Sheriff“, übrigens der Firmenchef selbst, erklärt im NÖN-Gespräch: „Um 8 Uhr wurden der besagte Pkw von mir mit einem Kreidestrich am Reifen und die Straße markiert. Deshalb wusste ich, dass der Wagen nicht bewegt worden war, als ich das Mandat ausstellte.“ Für die Markierung gebe es auch Beweisfotos.

Die gesamte Story in der aktuellen Print-Ausgabe der Gänserndorfer NÖN.