Zubau oder zweite Schule?

Soll in Gänserndorf-Süd eine Volksschule aus dem Boden gestampft oder die bestehende Lehranstalt in der Stadt erweitert werden? Politiker debattieren.

Thomas Schindler
Thomas Schindler Erstellt am 23. November 2016 | 05:17
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Mittlerweile besuchen über 500 Kinder die Gänserndorfer Volksschule. Das Gebäude platzt somit aus allen Nähten.
Foto: Schindler

Nachdem die Gänserndorfer Volksschule mittlerweile aus allen Nähten platzt, stellen sich viele Bürger die Frage: Soll die Gemeinde eine zweite Grundschule bauen und diese in Gänserndorf-Süd platzieren oder soll das bestehende Gebäude in der Stadt einen Zubau erhalten?

Bürgerlisten-Gemeinderat Walter Krichbaumer tendiert eher zu Letzterem: „Ein Neubau in Süd wäre um ein Vielfaches teurer, da ja neben den Klassenräumen auch die gesamte Infrastruktur errichtet werden müsste. Bei einem Zubau in der Stadt wäre diese Infrastruktur bereits vorhanden.“

Hort könnte übersiedeln

Krichbaumer macht sich weitere Gedanken: „Wenn man den Hort absiedelt, wäre mehr als genug Platz für den Schulzubau bzw. könnte man diese Räumlichkeiten umbauen und nutzen.“ Für einen neuen Hort wiederum würde sich das Areal neben dem bestehenden „Flexihort“ anbieten, betont der Bürgerlisten-Obmann: „Das dortige Grundstück gehört der Gemeinde.“

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Krichbaumer (Bürgerliste): „Ein Neubau in Süd wäre um ein Vielfaches teurer.“
NOEN

Sollte hingegen eine Volksschule in Gänserndorf-Süd aus dem Boden gestampft werden, müssten zahlreiche Fragen geklärt werden, so Krichbaumer: „Wer teilt die Kinder ein? Welche Lehrer müssten tagsüber pendeln? Wer bezahlt diese Kosten? Wie ist die Durchmischung mit Kindern aus der Stadt und Süd? Wer bezahlt die zusätzlichen Busse?“

Neubau wäre längerfristig besser

Grünen-Vizebürgermeisterin Margot Linke, sie ist politisch für den Schulbereich zuständig, kann derzeit keine der beiden Varianten favorisieren: „Sowohl ein Neubau in Süd als auch ein Zubau in der Stadt haben Vor- und Nachteile. Längerfristig gesehen wäre ein Neubau in Süd vermutlich besser, weil wir dort ja ein Zentrum entwickeln wollen.“

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Linke (Grünen): „Längerfristig gesehen wäre ein Neubau in Süd vermutlich besser.“
NOEN

Fix sei laut Linke aber nur, dass bis nächstes Jahr eine Entscheidung fallen muss, damit 2017 auch mit den Planungen begonnen werden kann: „Spätestens in eineinhalb Jahren brauchen wir zusätzliche Räume für die Volksschulkinder.“