Kurort geht einen neuen Weg

Leerstehende Gebäude, Verkehrsaufkommen oder Greißler-Sterben sind nur einige Herausforderungen, mit denen Gemeinden konfrontiert sind. Leader-Region informierte.

Edith Mauritsch Erstellt am 29. November 2016 | 06:11
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VP-Bürgermeister Johann Mayer (Orth), VP-Ortschef Kurt Jantschitsch (Bad Pirawarth), Dorferneuerungs-Obfrau Christine Manschein (Gaweinstal),Doris Fried (Büroleiterin NÖ.Reginal.GmbH Weinviertel), Renate Mihle(Leader-Region Weinviertel-Manhartsberg) und Edwin Hanak (NÖ.Regional. GmbH, v.l.) beim Vernetzungstreffen.
Foto: NOEN, Edith Mauritsch

Engagierte in der Dorferneuerung aus den Bezirken Gänserndorf und Mistelbach kamen zu einem Vernetzungstreffen mit dem Thema „Mehr Leben im Ort“ zusammen. Zum Start informierte Dorferneuerungsobfrau Christine Manschein beim Ortsrundgang über aktuelle Projekte in Gaweinstal.

Wie Zentrumsentwicklung und Ortskernbelebung funktionieren kann, präsentierte Edwin Hanak von der NÖ.Regional.GmbH am Beispiel der alten Eisen-Stadt Waidhofen an der Ybbs. Rahmenbedingungen wie die demografische Entwicklung, Leerstehungen im Ortskern, Ein-Personen-Haushalte oder die Verkehrsfrage stellen dort Herausforderungen dar. Hanak dazu: „Diese Entwicklungen brauchen Zeit, von heute auf morgen geht gar nichts.“

Individuelles Konzept der Grundstücksaufteilung

Neue Wege zur Siedlungsplanung geht Bad Pirawarth: VP-Bürgermeister Kurt Jantschitsch berichtete von seinen Erfahrungen mit jungen Bauwerbern, die gemeinsam mit dem Land NÖ, Raumplanern sowie geschäftsführendem Gemeinderat und Architekt Oliver Österreicher ihre Wünsche einbrachten. Herausgekommen sei ein individuelles Konzept der Grundstücksaufteilung und Bauform.

VP-Bürgermeister Johann Mayer aus Orth sah sich erst in den vergangenen Jahren mit der Frage der Ortskernentwicklung konfrontiert, negative Entwicklungen angesiedelter Nahversorger brachten plötzlich eine vollkommen veränderte Situation.

Renate Mihle von der Leader-Region Weinviertel-Manhartsberg befasste sich mit der Frage, wie „Binnen-Integration“ (das Zusammenkommen von Alteingesessenen und Zugezogenen) funktionieren kann. Allen Raumplanungskonzepten zum Trotz sei der Hauptgrund für den Zuzug noch immer das Einfamilienhäuschen im Grünen.