Bürgerliste will es Hirscher in Strasshof gleichtun. Parteichef Ebhart peilt fünften Zugewinn an – mit erfahrenen und neuen Kräften.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. Januar 2020 (03:55)
Samy Moussa, Lukas Moussa, Paul Ebhart, Alfred Kreuzer sowie Silvia Ebhart wollen bei der Gemeinderatswahl Gas geben.
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„Wir könnten zum fünften Mal in Serie dazugewinnen, das wäre ein in Strasshof einzigartiger Erfolg“, so Bürgerlisten-Obmann Paul Ebhart. Er hat sich Marcel Hirscher zum Vorbild genommen, der bekanntlich acht Mal in Folge den Gesamtweltcup gewonnen hat.

Dafür greift er auf erfahrene und neue Kräfte zurück: So wird neben Ebhart seine Gattin Silvia auf Position zwei kandidieren – „meine kongeniale Partnerin, die mittlerweile 15 Jahre im Gemeinderat sitzt und über viel Routine verfügt“, so der Bürgerlisten-Chef. Auf Position drei folgt Alfred Kreuzer, pensionierter Chauffeur von Wiens verstorbenem Ex-SP-Bürgermeister Helmut Zilk. Kreuzer würde neu ins Ortsparlament einziehen.

"Sie wirbt nun in einer Aussendung"

Auf den Rängen vier und fünf finden sich Lukas sowie Samy Moussa. Ersterer studiert Raumplanung und Raumordnung. Ebhart sieht in ihm einen „Experten, den der Ort dringend braucht“. Samy Moussa, UNO-Beamter, sei der Beweis dafür, „dass wir auch international über den Tellerrand hinausblicken“, spielt Ebhart auf dessen ägyptische Herkunft an. Ziele seien unter anderem die Ausweitung der medizinischen Versorgung, leicht befahrbare Gehsteige sowie eine baldige Stadterhebung Strasshofs.

Auch mit Kritik an der SPÖ spart Ebhart nicht: „Sie wirbt nun in einer Aussendung, dass keine Verbauung mit Wohneinheiten auf engstem Raum erfolgen soll. Wir haben keiner Umwidmung von Äcker in Bauland und Freigabe von Aufschließungszonen je zugestimmt. Die Roten hatten die Absolute. Wieso haben sie bis jetzt nichts unternommen?“

Deltl: „Bebauungsplan mehrfach geändert“

SP-Ortschef Ludwig Deltl kontert: „Wir haben in der jüngsten Periode mehrfach den Bebauungsplan geändert. Einerseits wurden die Wohneinheiten auf drei pro Grundstück, sowie die maximale Bauhöhe auf sieben Meter beschränkt.“

Auch sei bei tiefen Grundstücken eine hintere Baufluchtlinie eingeführt worden, sodass nur mehr der vordere Bereich bebaut werden kann. „Diese Maßnahmen erzielten nicht den gewünschten Effekt, sodass im März 2019 eine Bausperre beschlossen wurde. Nun haben wir die Möglichkeit, bis März 2022 einen neunen Bebauungsplan zu erstellen. Wenn das Konzept fertig ist, werden die Bürger miteinbezogen“, so Deltl.

Die SPÖ erhielt nach der letzten Wahl 22 Mandate, die Bürgerliste vier, die FPÖ drei, ÖVP und Grüne jeweils zwei.