Master-Kurs für Projekt in Orth. In Orth soll ein „Gemeinwesenzentrum“ für Bürger entstehen.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 15. November 2019 (04:47)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Geschäftfsührender FP-Gemeinderat Markus Bauer, FH-Professor Christoph Redelsteiner, VP-Bürgermeister Johann Mayer, VP-Landesrat Martin Eichtinger, „Haus mit:Leben“-Projektleiter Ronald Pelikan und Obfrau Lisi Kovacs sowie NBG-Direktor Walter Mayr (v.l.).
Havranek

In Orth soll die medizinische Versorgung verbessert werden. Der Umgang mit der zunehmend älter werdenden Gemeindebevölkerung sowie eine drohende Lücke in der medizinischen Versorgung beschäftigt die Gemeinde seit einigen Jahren.

Die Schnittstelle zwischen Pflege, Rettungsdienst und psychosozialen Angeboten bleibt dabei vielfach ungenützt. Deswegen wurde der Masterstudiengang Soziale Arbeit der FH St. Pölten unter Christoph Redelsteiner beauftragt, ein zweijähriges studentisches Forschungsprojekt durchzuführen. Die Ergebnisse wurden nun im Orther Schloss präsentiert. Das Projekt erweitert dabei die Idee der medizinischen Versorgung um Aspekte der Gemeinwesenarbeit.

"Alle Beschlüsse waren einstimmig"

Es wurde erforscht, wie sich Bürger bei der Gestaltung eines Gemeinwesenzentrums beteiligen können und erarbeitete entsprechende Konzepte der Vernetzung. So konnte eine Broschüre vorgestellt werden, die Grundlagen für die Umsetzung von Gemeinwesenzentren mit medizinischer Versorgung für Orth bietet.

Federführend für die Gemeinde war hierfür geschäftsführender FP-Gemeinderat Markus Bauer, der sogar mit einer Delegation nach Bromley by Bow in England reiste, um sich dort ein Bild von einem ähnlich angelegten Zentrum zu machen.

2015 begann alles mit einem Arbeitskreis, bald war der Kontakt zu Redelsteiner und der FH geknüpft. Mittlerweile ist man schon in Verhandlungen mit den Bundesforsten über ein Grundstück und mit der NBG über den Bau: „Alle Beschlüsse waren einstimmig“, freut sich Bauer. Das Zentrum könnte schon 2020 eröffnet werden.