„Er wollte 90er erleben“. Die Gemeinde Glinzendorf und der gesamte Bezirk trauern um den langjährigen Lokalpolitiker und Bauernvertreter Herbert Mang, der am Samstag verstorben ist.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 30. Juli 2014 (08:56)
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Herbert Mang bei der Verleihung seines Ehrenbürger-Dekrets mit Gattin Helene und dem damaligen Bürgermeister Hermann Raidl (von rechts).
Eine wahre Größe unter den lokalen Politikern und Bauernvertretern ist am Wochenende verstorben: Herbert Mang aus Glinzendorf musste nach längerer Parkinson-Erkrankung am Samstag aus der Welt scheiden.

Mang war unter anderem langjähriger Präsident der österreichischen Zuckerrübenbauern, Bezirksjägermeister, von 1970 bis 1974 Obmann der Bezirksbauernkammer und 15 Jahre lang (von 1965 bis 1980) Vizebürgermeister in seiner Heimatgemeinde Glinzendorf. Bezirksbauernkammer-Obmann Manfred Zörnpfenning bedauert das Ableben des beliebten und charmanten Urgesteins: „Er hätte in vier Wochen seinen 90. Geburtstag gefeiert und war eine wahre Persönlichkeit.“

„So gern hätte er noch seinen 90er am 28. August miterlebt“

Auch Glinzendorfs Altbürgermeister Hermann Raidl spricht in den höchsten Tönen vom Verstorbenen: „Herbert Mang war ein selig guter Mann, äußerst unterhaltungsfreudig, er hat mit jedem gerne geredet und er war immer korrekt. Er hat so viel geleistet für die Gemeinde und für die Bauern im ganzen Land.“ Deswegen wurde Mang auch 2004 zum Ehrenbürger von Glinzendorf gemacht.

Raidl kannte das Ehepaar Mang (Gattin Helene ist bereits länger verstorben) gut und spricht von den beiden als dem „liebsten Ehepaar in der Gemeinde“. Mang hinterlässt drei Töchter und auch Enkelkinder.

Eine der Töchter hatte sich bis zuletzt um ihn gekümmert, da Mang an Parkinson litt. „So gern hätte er noch seinen 90er am 28. August miterlebt, aber es hat halt nicht sein sollen“, bedauert Raidl, der hinzufügt: „Bei Unterhaltungen mit ihm habe ich meine schönsten Stunden verbracht.“ Das Begräbnis wird am Donnerstag um 15 Uhr stattfinden.