Alarm: Viel zu viel Speise-Öl im Kanal!. Abwasser weist immens hohen Fettgehalt auf: Verstopfung von Kläranlage droht.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 27. September 2017 (05:16)
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Untypisch hohe Mengen an Fett weist derzeit das Göstinger Abwasser auf. EVN und Gemeinden rufen dazu auf, Altöl fachgerecht und nicht über den Abfluss zu entsorgen.

„Der Anteil ist wirklich untypisch hoch“, stellt Stefan Zach von der EVN im NÖN-Gespräch fest – und spricht damit den Fettgehalt im Göstinger Abwasser an, der derzeit nicht nur die Gemeinde, sondern auch die EVN als Kläranlagen-Betreiber beschäftigt.

Grund: „Der hohe Fett-Anteil bereitet mittlerweile Schwierigkeiten bei der Reinigung des Abwassers und verursacht auch Probleme im Kanalnetz“, schildert Zach. Das Öl lagere sich in den Rohren sowie in der Zistersdorfer Hebe- und Kläranlage ab. Im Extremfall könne dies gar zur Verstopfung der Geräte führen.

"Altöl gehört nicht in den Abfluss"

Grund für die Verunreinigungen sei Speiseöl, das in den Abfluss gekippt wird. Der Verursacher ist unbekannt. Es handle sich aber doch um beträchtliche Mengen Frittierfett, die in Gösting offensichtlich über ein Spülbecken entsorgt wurden.

Zach mahnt deshalb: „Altöl gehört nicht in den Abfluss!“ Gemeinde und EVN ersuchen nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern auch in Hinblick auf Kosten, Frittierfett fachgerecht zu entsorgen – schließlich müssen Bürger mit ihren Abgaben für den Mehraufwand bezahlen. Und die Gemeinde ergänzt: „Von keinem Siedlungsgebiet ist der Weg zum Altstoffsammelzentrum fürs Entsorgen des Altöls so kurz wie von Gösting.“

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